Gen-Z Regelt in München
Photoblog der Demonstration am 31.10.2026
ch war auf der Gen Z regelt-Demonstration an Halloween in München und habe fotografiert. Hier beschreibe ich meine Eindrücke:
Die Ludwigstraße vor der Ludwig-Maximilians-Universität München wird kurz nach Veranstaltungsbeginn um 14 Uhr für den Verkehr gesperrt. Trommler spielen, die Straße wird zur Flaniermeile. Ein Auto, das im Weg des geplanten Demonstrationszuges steht, wird abgeschleppt.
Eine halbe Stunde nach offiziellem Beginn ist der Geschwister-Scholl-Platz bereits gut gefüllt. Auf der Bühne vor dem Eingang der Universität werden Ansprachen gehalten und Musik dargeboten.
Um 14:45 Uhr setzt sich der Veranstaltungszug in Bewegung in Richtung Münchener Freiheit, am Siegestor vorbei.
Das Leben auf dem Bürgersteig abseits der Demonstration geht ganz normal weiter. Keiner der Läden ist verbarrikadiert, manche haben Türsteher vor den Eingängen platziert.
Die Münchener Polizei hat Seitenstraßen abgeriegelt und marschiert mit. Vereinzelt wird in der Mitte des Zuges Pyrotechnik gezündet. Auf Höhe der Hohenzollernstraße kommt der Zug um 15:12 Uhr zum Stehen. Vom Lautsprecherwagen, der den Zug anführt, wird eine Durchsage gemacht. Es wird darum gebeten, die Pyrotechnik einzustellen, und mehr Platz zwischen den Transparenten zu lassen, da es sonst nicht weiter gehen könne. Ein paar Minuten später beruhigt sich die Lage und der Zug setzt sich wieder in Bewegung.
Kurz vor der Münchener Freiheit wird der Zug erneut gestoppt. Der Lautsprecherwagen dreht um. Eine Durchsage wird gemacht, dass es wie geplant zurück zum Start ginge.
Ohne weitere Zwischenfälle bewegt sich die Menge zum Ausgangspunkt.
Nach der Rückkehr des Zuges um 16:10 Uhr wird die Ludwigstraße mit einem Flatterband für Fußgähger gesperrt. Die Stimmung auf dem Geschwister-Scholl-Platz ist gut, es wird weiter Musik gespielt und Teilnehmer der Veranstaltung werden interviewt. Der Ausgang in Richtung Odeonsplatz im Süden wird von der Polizei blockiert. Die Anweisung lautet: man solle den Platz in kleinen Gruppen in die andere Richtung verlassen.
Eine Gruppe von Menschen mit Antifa-Flaggen weigert sich die Straße freizugeben. Menschen setzen sich auf den Asphalt, manche verweigern die Kommunikation mit der Polizei. Aus einem Lautsprecherwagen der Polizei wird die Uhrzeit angesagt. Die Veranstaltung sei offiziell beendet, wer weiterhin die Straße blockiert beginge eine Ordnungswidrigkeit. Die Polizei bittet außerdem darum, den Bewurf mit Flaschen und anderen Gegenständen zu unterlassen.
Ab 17:15 Uhr beginnt die Polizei sich in größeren Trupps auf der Straße zu formieren. Die Dunkelheit bricht herein und Scheinwerfer werden auf die Straßenblockade gerichtet.
Die Bordsteinkante markiert die klare Grenze dessen, was von der Münchener Polizei als friedliche Demonstration akzeptiert wird. Einige BesucherInnen sind bereits für die Halloweennacht gerüstet, sind verkleidet, geschminkt, oder tragen Masken auf dem Hinterkopf.
17:42 Uhr: Wieder wird Pyrotechnik wird gezündet, der Knall eines Böllers erschüttert den Platz. Die Polizei ist den Menschen auf der Straße inzwischen Zahlenmäßig deutlich überlegen. Die Stimmung ist aufgeheizt und die Menge auf dem Bürgersteig stimmt zu Sprechchören an.
17:53 Uhr: Die Polizei verschanzt sich im Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität und schleppt Demonstrantinnen von der Straße einzeln in das Gebäude.
Gegen 18:30 Uhr haben die meisten Menschen den Platz verlassen, während die Polizei mit der "Bearbeitung" der Menschen fortfährt, die sie auf der Straße festhält. Ich verlasse den Platz über den U-Bahn-Eingang.
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