Buchempfehlung: Obsidian — Wissen, Aufgaben und Projekte managen von Thomas Mathoi
Thomas Mathoi hat beim Rheinwerk Verlag ein E-Book über Obsidian als Wissens- und Projektmanagementsystem veröffentlicht. Es zeigt, wie er selbst arbeitet, von der täglichen Notiz bis zur Wochenplanung. Kein Dogma, sondern Vorschläge, die sich für ihn bewährt haben. https://www.rheinwerk-verlag.de/obsidian-wissen-aufgaben-und-projekte-managen/
ch folge dem Blog netzNOTIZEN von Thomas Mathoi schon längere Zeit und habe dadurch erfahren, dass er beim renommierten Rheinwerk Verlag das E‑Book Obsidian — Wissen, Aufgaben und Projekte managen veröffentlicht hat.
Da ich mit meinem Obsidian Guide auch versuche, das Programm und seine Möglichkeiten vorzustellen, war ich neugierig, wie Thomas Mathoi das Thema angeht. Deshalb war für mich der Kauf ein Muss und ich habe den Bestelllink sofort geklickt.
Schon in seinem Blog verbindet er das Thema „Wissens- und Projektmanagement“ mit Obsidian. Es verwundert daher nicht, dass diese Punkte auch im Buchtitel auftauchen und im Buch vertieft werden.
Im ersten Teil des Buches „Die Grundlagen: Obsidian verstehen“ geht es eben um die Installation, die Oberfläche, eine Einführung in Markdown, die wichtigsten internen und externen Erweiterungen, aber auch um einen Ausblick auf die typischen Einsatzszenarien, die Inhalt der nächsten Teile sind. Das sind Teil II „Persönliches Wissensmanagement“ und Teil III „Persönliches Projektmanagement“.
In diesen Teilen beschreibt Thomas Mathoi dann von den Anwendungsbereichen ausgehend nicht nur einige Grundlagen des Wissens- und Projektmanagements, sondern auch verschiedene etablierte Methoden und Ansätze. Von diesem Überblick geht er in die Umsetzung und erklärt anhand von Beispielen seine Arbeitsweise. Allerdings stellt er sie, anders als manche englischsprachigen Autoren oder YouTuber, nicht dogmatisch als allein gültigen Ansatz dar.
Mein Ansatz im Obsidian Guide ist eher umgekehrt. Ich beschreibe die einzelnen Bausteine, also Links, Eigenschaften und die weiteren Funktionen von Obsidian. Ich zeige, wie diese zusammenspielen könnten, aber die konkreten Anwendungsszenarien lasse ich eher offen. Während ich eher erkläre, wie man mit Hammer, Nägeln und Holzbalken umgeht und offen lasse, was man damit machen kann, geht Thomas Mathoi von seinem Dach aus und zeigt, wie er Hammer, Nägel und Holzbalken genutzt hat, um es zu bauen. Nebenbei gibt er dann auch noch eine kleine Einführung in die Statik und Holzkunde.
Der Unterschied zeigt sich gut an einem Beispiel. Im Obsidian Guide gehe ich auf die „Täglichen Notizen“ als Feature ein, also wie man sie erstellt und mit Metadaten versieht, wie man sie über die Kalendererweiterung erreicht und wie eine Navigation aufgebaut werden kann.
Im Buch sind die „Täglichen Notizen“ der Ausgangspunkt des Tages. Sie dienen als Logbuch, Kalender und Aufgabenliste und sind zugleich der zentrale Wissenseingang. Die Funktionen werden also im Kontext der konkreten Anwendung erklärt. Das deckt dann aber nicht unbedingt alle Aspekte und Möglichkeiten dieses Features ab.
Aus meiner Sicht ist keiner dieser Ansätze besser oder schlechter, im Gegenteil, ich denke, sie ergänzen sich. Wer mehr als ein Handbuch möchte und Obsidian lieber anhand praktischer Anwendungen kennenlernen will, dem empfehle ich das Buch uneingeschränkt. Ein Handbuchersatz ist es nicht, muss es auch nicht sein. Es bietet eine tiefe Einsicht, wie und warum der Autor Obsidian verwendet. Die Grundidee, möglichst alles in einer App und einem Vault zu halten, kann auch für die eigene Verwendung hilfreich sein.
Auf der Rheinwerk-Webseite zum Buch kann auch ein Beispiel-Vault geladen werden, in dem einige der im Buch besprochenen Vorlagen und Ansätze exemplarisch umgesetzt werden.
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