Kürzungen im Kölner Norden: CDU und Grüne setzen sich für soziale Angebote ein
Wenn bei sozialen Angeboten, Gewaltschutz und der Gestaltung unserer Veedel gespart werden soll, braucht es konkrete politische Initiativen. CDU und Grüne haben in den jüngsten Haushaltsberatungen der Bezirksvertretung Chorweiler wichtige Vorschläge eingebracht, um die geplanten Einschnitte abzumildern. Dieses Engagement verdient Anerkennung. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger am 25. Oktober berichtet, sieht der Entwurf des Doppelhaushalts 2027/2028...
enn bei sozialen Angeboten, Gewaltschutz und der Gestaltung unserer Veedel gespart werden soll, braucht es konkrete politische Initiativen. CDU und Grüne haben in den jüngsten Haushaltsberatungen der Bezirksvertretung Chorweiler wichtige Vorschläge eingebracht, um die geplanten Einschnitte abzumildern. Dieses Engagement verdient Anerkennung.
Wie der Kölner Stadt-Anzeiger am 25. Oktober berichtet, sieht der Entwurf des Doppelhaushalts 2027/2028 erhebliche Kürzungen für den Kölner Norden vor. Betroffen sind unter anderem die Sozialraumkoordination für Chorweiler, Seeberg-Nord und Blumenberg sowie die sogenannten Stadtverschönerungsmittel. Auch die Förderung des Gewaltschutzprojekts „Edelgard“ soll nach dem Entwurf vollständig entfallen.
Die Grünen haben sich dafür eingesetzt, die vorgesehene Kürzung bei der Sozialraumkoordination zu halbieren. Das ist ein wichtiger Schritt: Die Zusammenarbeit zwischen sozialen Einrichtungen, Initiativen und engagierten Menschen braucht verlässliche Strukturen. Werden diese geschwächt, trifft das die Unterstützung vor Ort.
Auch gegen die ersatzlose Streichung der Stadtverschönerungsmittel haben die Grünen einen konkreten Vorschlag vorgelegt. Gelder für Klimaschutz und Klimaanpassung sollen in Höhe von 75 Prozent der bisherigen Mittel erhalten bleiben. So könnte die Bezirksvertretung weiterhin Verbesserungen im öffentlichen Raum anstoßen.
Beim Schutz vor sexualisierter Gewalt setzte die CDU ein deutliches Zeichen. Ihre Vertreterin Cäcilia Nesseler wandte sich ausdrücklich gegen die vollständige Streichung der Unterstützung für „Edelgard“. Das Projekt schafft Anlaufstellen für Menschen, die sich bedrängt oder bedroht fühlen. Solche Angebote brauchen eine verlässliche Finanzierung.
Die BV beschloss dann eine jährliche Grundfinanzierung von 80.000 Euro für „Edelgard“. Damit wäre zumindest die vollständige Streichung abgewendet, sofern der Rat dieser Forderung folgt. Ob die Summe für die notwendigen Aufgaben ausreicht, muss ebenfalls geklärt werden.
Die erkennbaren Impulse kamen von CDU und Grünen. Eine eigene Initiative der SPD zu diesen Punkten gab es nicht. Sie hat den gemeinsamen Antrag zu „Edelgard“ mitgetragen – das ist richtig und zu begrüßen. Einen eigenen Vorstoß der SPD zur Abmilderung der geschilderten Kürzungen: Leider nichts.
Für mich zählt, was den Menschen im Kölner Norden konkret hilft. Deshalb begrüße ich ausdrücklich den Einsatz von CDU und Grünen gegen diese Einschnitte. Gute Vorschläge verdienen Unterstützung über Parteigrenzen hinweg.
Jetzt müssen aus den Forderungen der Bezirksvertretung verbindliche Entscheidungen im Haushalt werden. Sozialraumkoordination, Gewaltschutz und lebenswerte Veedel brauchen eine Finanzierung, auf die sich Einrichtungen, Ehrenamtliche und die Bürgerinnen und Bürger verlassen können.
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