Volt fordert sofortigen Rücktritt von Hessens Europaminister Pentz
Rassistische Angriffe auf Volt-Mitglied Sahak Ibrahimkhil sind mit einem Regierungsamt unvereinbar. Der Bundesvorstand stellt sich geschlossen hinter den Betroffenen. 5. Nov 2026 Berlin, 05.11.2026 – Volt Deutschland fordert den sofortigen Rücktritt des hessischen Europaministers Manfred Pentz (CDU). Mit seinen rassistischen Kommentaren gegenüber dem Volt-Mitglied Sahak Ibrahimkhil hat Pentz eine Grenze überschritten, die für einen demokratischen...
Berlin, 05.11.2026 – Volt Deutschland fordert den sofortigen Rücktritt des hessischen Europaministers Manfred Pentz (CDU). Mit seinen rassistischen Kommentaren gegenüber dem Volt-Mitglied Sahak Ibrahimkhil hat Pentz eine Grenze überschritten, die für einen demokratischen Amtsträger nicht verhandelbar sein darf.
Auf Kritik Ibrahimkhils reagierte Pentz auf Instagram mit den Worten „warum Du so sprechen.. ?!“ und „ich nix sprechen, ich schreiben“. Die Kommentare wurden inzwischen gelöscht. Seine anschließende Erklärung, er habe sich lediglich „im Ton vergriffen“, greift aus Sicht von Volt fundamental zu kurz.
„Wer einen Menschen öffentlich mit rassistischen Sprachklischees herabwürdigt, hat sich nicht einfach im Ton vergriffen. Das ist keine Entschuldigung, sondern der Versuch, Rassismus als sprachlichen Ausrutscher zu verharmlosen. Diese Form der Scheinentschuldigung setzt dem Ganzen die Krone auf. Manfred Pentz muss sein Amt mit sofortiger Wirkung niederlegen“, erklärt der Bundesvorstand von Volt Deutschland.
Der Vorfall steht zudem in einem besorgniserregenden politischen Zusammenhang. Nach den Ausschreitungen im Anschluss an die Gen-Z-Proteste in Frankfurt hatte Pentz öffentlich von „migrantischer Gewalt“ gesprochen und damit die Herkunft mutmaßlicher Täter in den Mittelpunkt gerückt. Volt hatte bereits vor den Demonstrationen davor gewarnt, berechtigte Anliegen junger Menschen durch Pauschalisierungen und politische Instrumentalisierung zu diskreditieren.
„Erst werden gesellschaftliche Konflikte zugespitzt und Menschen aufgrund ihrer Herkunft unter Generalverdacht gestellt. Dann wird die Empörung über tatsächliche Gewalttaten genutzt, um solche Zuschreibungen weiter zu verstärken. Und schließlich zeigt sich im direkten Umgang mit einem Kritiker, wie tief diese Denkmuster reichen. Genau vor dieser politischen Mechanik haben wir gewarnt“, so der Bundesvorstand.
Volt verurteilt die Ausschreitungen von Frankfurt ausdrücklich. Straftaten müssen konsequent verfolgt werden. Sie rechtfertigen jedoch weder rassistische Pauschalisierungen noch persönliche Herabwürdigungen.
Der Bundesvorstand stellt sich uneingeschränkt hinter Sahak Ibrahimkhil. Zugleich fordert Volt Ministerpräsident Boris Rhein auf, Konsequenzen zu ziehen, sollte Pentz nicht selbst zurücktreten.
Rassismus ist kein Tonproblem. So etwas ist ein Haltungsproblem und darf in einer demokratischen Regierung keinen Platz haben.
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