Tag 3: Linz – Krems an der Donau
Am heutigen starken Reiseabend sind im Fernverkehr von St. Pölten nach Wien Hbf. keine Fahrradplätze mehr zu kriegen. Der Regionalverkehr fährt zum Westbahnhof, die daran anschliessende Fahrt durch die überhitzte Stadt reizt uns aber nicht. Also hängen wir noch ein paar Kilometer dran und fahren auf der Schattenseite, die zwischen Melk und Krems um diese...
m heutigen starken Reiseabend sind im Fernverkehr von St. Pölten nach Wien Hbf. keine Fahrradplätze mehr zu kriegen. Der Regionalverkehr fährt zum Westbahnhof, die daran anschliessende Fahrt durch die überhitzte Stadt reizt uns aber nicht. Also hängen wir noch ein paar Kilometer dran und fahren auf der Schattenseite, die zwischen Melk und Krems um diese Uhrzeit die Nordseite ist, nach Krems. Da landet man dann am Franz-Josefs-Bahnhof, was eine geringfügige Verbesserung ist (13 Kilometer statt 15), aber immerhin. Ja, ernsthaft, wir fahren zuerst 150 Kilometer und diskutieren dann, wo wir auf dem Weg vom Bahnhof nach Hause etwas einsparen können.
Die Sache mit der Ernährung ist am Wochenende in Österreich echt ein Problem. Die Supermärkte haben bekanntlich geschlossen, also bleiben Tankstellen als fast einzige Verpflegungsmöglichkeit, wenn man nicht das Glück hat eine geöffnete Bäckerei zu finden. Manchmal lernt man an einer Tankstelle aber auch interessante Menschen kennen. Heute war das ein derzeit als Tankwart arbeitender Radreisender auf der Suche nach einem anständigen Rahmen für die nächste Wüstendurchquerung. Der letzte Rahmen (Alu) hat zum Schluss Probleme gemacht, warum nicht mal auf Stahl umsteigen? Die Randonneure, die wir vor dem Urlaub wieder ausgemottet haben, fallen genau ins Beuteschema eines Langstreckenfahrers, also wird ein wenig gefachsimpelt über Stahlrahmen, Scheibenbremse ja oder nein, mögliche Reifenbreite etc. Da wird sich sicher etwas finden, das einen Radler durch die nächste Wüste trägt.
Wenn man aus dem Sortiment eines durchschnittlichen Tankstellenshops Schlüsse ziehen darf, dann sind wir dort eher nicht die Haupt-Zielgruppe. Die kauft gekühltes Bier, Energydrinks, Eis und Grillkohle. Schwierig… Somit habe ich heute gegessen: 1,5 Mohnflesserl mit Käse zum Frühstück, 1 Kornspitz mit Käse zu Mittag, ein kleines Eis und ein halbes Sackerl Sesam-Fischli. Im Zug dann ein Twix und ein paar Maoam aus dem Selecta. In Summe für die Strecke erstens zu wenig und zweitens eigentlich nur Glumpat. Der Hunger-Anfall kommt 2 Kilometer vor der Haustür. Und deshalb schinden wir auf dem Heimweg Kilometer!
Die Fotos
Die Strecke
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