Tag 6: Esbjerg – Skjern
Die Deutschen fliehen aus Dänemark. Ein langer Treck von Campingmobilen, Vans und Autos mit deutschen Kennzeichen kommt uns heute auf unserem Weg zur Küste entgegen. Da wir von politischen Verwicklungen nichts mitbekommen haben, kann es sich nur um Wetterflüchtige handeln, um Camper, die lieber nach Hause fahren als das Wochenende im feuchten Zelt oder Wohnwagen...
ie Deutschen fliehen aus Dänemark. Ein langer Treck von Campingmobilen, Vans und Autos mit deutschen Kennzeichen kommt uns heute auf unserem Weg zur Küste entgegen. Da wir von politischen Verwicklungen nichts mitbekommen haben, kann es sich nur um Wetterflüchtige handeln, um Camper, die lieber nach Hause fahren als das Wochenende im feuchten Zelt oder Wohnwagen zu verbringen. Wir verstehen das nur zu gut, wir werden uns ihnen morgen anschliessen und der Schlechtwetterfront in Richtung Lübeck zu entkommen suchen. Wir werden sehen, wie erfolgreich das sein wird.
Heute nutzen wir noch einmal das warme Sommerwetter und den Ostwind, der uns in Nullkommanix an die Nordseeküste bringt. OK, eigentlich ist es das Wattenmeer und noch nicht das “richtige” Meer, aber das hat auch seinen Reiz, vor allem für die zahlreichen Surfer und eine ganze Menge Radfahrende, unterwegs durch das Naturschutzgebiet Vesterhavet und zu den Campingplätzen und Ferienhäusern der Gegend. Hier also verstecken sie sich, die Dänen! In idyllisch zwischen Föhren und mit Heidekraut bewachsenen Dünen an der Nordseeküste gelegenen Ferienhäusern. Wir haben drei Tage gebraucht, aber jetzt haben wir sie gefunden! Auch in der Stadt sind heute deutlich mehr Menschen unterwegs, der Gastgarten unseres Restaurants war vor dem Regen sogar richtig voll. Gestern, bei deutlich besserem Wetter, war hier viel weniger los. Liegt wohl am Wochentag. Oder daran, dass man nochmal auf ein Bier gehen will bevor der Regen kommt?
Die hiesige Eisenbahn haben wir auch ausprobiert, auf dem Weg zurück von Skjern nach Esbjerg. Klassische Nahverkehrsgarnitur aus dem Haus Alstom, pünktlich und sauber, aber etwas anderes hätte ich hier auch nicht erwartet, in diesem Land, das in mancher Hinsicht eine Art brettlebene Schweiz zu sein scheint. Aber eine sehr fürsorgliche, in der man daran gedacht hat, dass ja auch im Zug irgendwem schlecht werden könnte und deshalb Kotztüten aufgehängt hat und wo um 22 Uhr in einer menschenleeren Stadt die Ampeln einen nicht vorhandenen Verkehr regeln und wo sogar manchmal ein Fussgänger stehen bleibt und wartet.
Die Fotos
Die Strecke
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