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Liebes Tagebuch (203) – Nachhaltige Zahnbürsten

Es gibt wohl kaum ein zweites Produkt, dem es durchweg so sehr an auch nur minimaler gestalterischer Ästhetik mangelt wie der gemeinen Handzahnbürste. Und dazu diese Namen! Geht wirklich jemand in…

Esse est percipi
Dec 19, 20251 min read1 read

s gibt wohl kaum ein zweites Produkt, dem es durchweg so sehr an auch nur minimaler gestalterischer Ästhetik mangelt wie der gemeinen Handzahnbürste. Und dazu diese Namen! Geht wirklich jemand in die Drogerie und verlangt nach einer „Dr. Best Vibration Multi Expert“? Oder fragt, in welchem Regal die „Colgate 360° White Expert“ zu finden ist? Oder die „V-Trim Präzision“?

Nun tun diese Zahnbürsten nicht nur dem Auge weh, sondern sind auch noch schlecht für die Umwelt. Sie sind nämlich so gut wie nicht recycelbar. Schätzungsweise landen jährlich 29,4 Milliarden Plastikzahnbürsten im Müll (Quelle: World Academy of Sciences Journal) – das entspricht ca. 600.000 Tonnen Plastikabfall pro Jahr allein durch Zahnbürsten.

Es gab eine Zeit lang – der Hersteller ist mir entfallen – einen Plastikgriff, auf den man Bürstenköpfe aufstecken konnte. Sie waren auch nicht besonders hübsch, vermieden aber immerhin einiges an Müll. Als ich letztens wieder Köpfe nachkaufen wollte, hieß es: Führen wir nicht mehr, war den Leuten zu umständlich.

Nach einer kurzen, nicht sehr erquicklichen Bambusphase benutzen wir nun The Humble Brush: der Griff hergestellt aus pflanzenbasiertem Material, biologisch abbaubar – und wohltuend schlicht gestaltet.

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