Backup-Strategie für Home Assistant
Es ist nicht die Frage, ob es einen Festplattencrash/Datenverlust gibt, sondern wann. Habe ich schon einige Male gesagt (1 | 2), und gerade selbst erst wieder erlebt. Okay, dass man an einen Mac eine…
s ist nicht die Frage, ob es einen Festplattencrash/Datenverlust gibt, sondern wann. Habe ich schon einige Male gesagt (1 | 2), und gerade selbst erst wieder erlebt. Okay, dass man an einen Mac eine USB -Platte anschließt und Time Machine einrichtet, um einigermaßen gewappnet zu sein, sollte mittlerweile bei jedem angekommen sein. Wenn man dazu noch Backups seiner wichtigen Fotos, Mails, Kundendaten, Reinzeichnungen, Layouts usw. z. B. mit CCC (ein Pflichtprogramm auf allen meinen Rechnern) automatisch auf ein NAS oder eine Festplatte sichern lässt, ist man schon relativ gut aufgestellt, wenn eine Festplatte crasht.
Ähnlich ist es mit Home Assistant auf einem Raspberry Pi: Ich kann nicht mehr zählen, wie oft die SD-Karte den Geist aufgegeben hat. Mittlerweile ist das System inklusive Datenbank zwar auf eine externe HD ausgelagert, aber auch damit hatte ich schon Datenverlust – zum Glück aber immer auch ein mehr oder weniger aktuelles Backup.
HA Backup-Möglichkeiten
Mit dem Supervisor kann man problemlos Teil- oder Gesamtbackups seiner HA-Installation machen. Das Ganze kann sogar automatisiert werden, damit z. B. Montags, Mittwochs und Freitags nachts um 00:00 Uhr Backups angelegt werden. Diese Backups könnte CCC anschließend auch auf eine zweite Festplatte sichern. So weit, so schlecht – erstens benennt der Supervisor die Backup-Archive nämlich automatisch mit einer kryptischen Zeichenfolge à la „45a76d8c.tar“, so dass man im Fall der Fälle überhaupt keine Ahnung hat, welches nun das aktuellste Backup ist, zweitens muss man sich selbst darum kümmern, dass alte Backups nach einer gewissen Zeit auch wieder gelöscht werden, um Platz auf der Platte freizugeben.
Samba Backup
Und hier kommt das Home Assistant Add-on „Samba Backup“ ins Spiel: Es kann automatisiert werden (per automations.yaml oder per Add-on-Konfiguration), es kopiert die Backups mit einem aussagekräftigen Namen (Samba_Backup_Full_2022_10_10_00_00_2022_10_1.tar) auf einen Samba-Share, sorgt dafür, dass intern wie extern je nur eine bestimmte Anzahl Backups behalten wird (ältere werden automatisch gelöscht) und erfindet nicht das Rad neu, sondern benutzt die vorhandene Backup-Funktion des Supervisors.
Bei uns macht Samba Backup ausschließlich Full-Backups auf eine an der Fritzbox angeschlossene Festplatte (mit Namen „FRITZPLATTE“) ins Verzeichnis „HA-Backups“, und zwar Montags, Mittwochs, Freitags und Sonntags um 00:00 Uhr. Auf dem Share sollen 5 Backups behalten werden, auf der HA-Festplatte, wo auch Teil- und Add-on-Backups vom Supervisor liegen, 10.
Die Konfiguration dafür sieht so aus:
host: 192.168.20.1
share: FRITZ.NAS
target_dir: FRITZPLATTE/HA-Backups
username: Fritzbox-Username
password: Fritzbox-Passwort
keep_local: "10"
keep_remote: "5"
trigger_time: "00:00"
trigger_days:
- Mon
- Wed
- Fri
- Sun
exclude_addons: []
exclude_folders: []
backup_name: "{type}-{date}-{version}"
Samba Backup stellt auch einige Sensoren zur Verfügung, die nützlich für eine schnelle Übersicht im UI sind:
Und weil’s geht, macht CCC einmal wöchentlich noch ein Backup des „HA-Backups“-Verzeichnisses der Fritzbox auf das Synology-NAS. Sicher ist sicher ;-)
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