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Wie man seine Privatsphäre vor Sonos schützt

Sonos’ neue Datenschutzbestimmungen sehen u. a. vor, dass man der Erhebung und Übermittlung von Registrierungs- und Systemdaten nicht mehr widersprechen kann. Laut Sonos sind Systemdaten ... der…

Esse est percipi
Aug 24, 2017 · 3 min read · 1 read

onos’ neue Datenschutzbestimmungen sehen u. a. vor, dass man der Erhebung und Übermittlung von Registrierungs- und Systemdaten nicht mehr widersprechen kann. Laut Sonos sind Systemdaten

... der Produkttyp, der Typ des Controller-Geräts, das Betriebssystem des Controllers, Informationen zur Software-Version, Eingangsquelle (Line-in-Audioeingang), Signaleingang (z.B. ob dein Fernseher ein bestimmtes Audiosignal, wie z. B. Dolby, an dein Sonos System abgibt), Informationen zu WLAN-Antennen, Audioeinstellungen (wie beispielsweise Equalizer oder Stereopaar), Produktausrichtung, Raumnamen, die du deinem Sonos Produkt gegeben hast, ob dein Produkt mithilfe der Sonos Trueplay Technologie angepasst wurde und Fehlerinformationen.

Man kann zwar auf Updates (und damit auf die neuen Datenschutzbestimmungen) verzichten, muss dann aber damit rechnen, dass die teuer gekauften Sonos-Boxen demnächst nicht mehr funktionieren (siehe auch Sonos says users must accept new privacy policy or devices may "cease to function")

Unglaubliche Sammelwut

Dazu werden, wenn man es nicht verhindert, auch noch Leistungs- und Aktivitätsdaten erhoben und an Sonos gesendet. Zu den Leistungsdaten zählen 

... unter anderem die Temperatur deines Produkts, WLAN-Informationen, wie z. B. die Signalstärke, die Musikdienste, die mit deinem Sonos System verbunden sind (bei einigen Diensten einschließlich des Benutzernamens (mit Ausnahme des Passworts), den du für die Anmeldung bei diesem Dienst verwendest), Informationen darüber, wie häufig du die Sonos App im Vergleich zu einem anderen Controller nutzt, Interaktionen innerhalb der Sonos App, wie häufig du die Controller des Geräts verwendest, Standortdaten, wenn die Sonos App in Gebrauch ist, und wie lange das Sonos Produkt eingesetzt wird.

Zu den Aktivitätsdaten gehören

... Angaben zur Einsatzdauer von Musikdiensten, Informationen zur Produkt- oder Raumgruppierung; Steuerungsinformationen wie Wiedergabe, Pause, Lautstärkeregelung oder das Überspringen von Tracks; Informationen über Tracks, Playlists oder Radiosenderdaten; und Informationen zur Sonos Playlist oder Sonos Favoriten, immer in Verbindung mit individuellen Sonos Produkten. 

Temperatur? Benutzernamen? Tracks? Playlists? Und das alles auch noch personalisierbar? Wow! 

Aber dagegen kann man was unternehmen. Zuallererst sollte man in den Einstellungen sämtlicher Sonos-Controller unter „Erweitert“ die Option „Nutzungsdaten freigeben, um Sonos zu verbessern“ deaktivieren.

Wenn man einen Mac hat, blockiert man die restlichen ausgehenden Verbindungen – also die, die man nicht regulär deaktivieren kann – mit Little Snitch.

Der Sonos Controller versucht ungefähr einmal pro Minute, sich mit msmetrics.ws.sonos.com zu verbinden, einem Server in Dublin. Diese und andere Verbindungsversuche werden von Little Snitch blockiert.

Steuert man die Sonos-Geräte aber auch mit Smartphones oder Tablets, nutzt Little Snitch auf dem Mac nicht viel, dann sollte man ausgehende Verbindungen zu den Sonos-Servern am besten im Router blockieren.

Bei einer Fritzbox funktioniert das grundsätzlich so: Unter Internet > Filter > Listen > Blacklist  tragen Sie die zu blockierenden Server ein. Welche das sind, führe ich hier – aus Gründen – nicht detailliert auf.

Anschließend ändern Sie unter Internet > Filter > Zugangsprofile das Standard-Profil dahingehend, dass der Filter „Blacklist“ eingebunden wird:

Jetzt werden auf allen Geräten, denen das Standard-Profil zugewiesen ist, sämtliche ein- und ausgehenden* Verbindungen zu den Servern in der Blacklist blockiert.

Und wieder hat man sich ein Stück Privatsphäre zurückerobert.

* Bei den ausgehenden Verbindungen war ich mir nicht ganz sicher, weil die Fritzbox-Dokumentation dazu nichts konkretes sagt, aber bei der Support-Hotline von AVM hat man mir versichert, dass auch ausgehende Verbindungen blockiert werden.

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