Leben ohne Adobe
Bekanntlich war die CS6-Version der Adobe-Software die letzte, die man kaufen konnte, ab den CC-Versionen ging nur noch mieten. Angeblich, weil es damit einfacher für Adobe sei, schnelle Updates zu…
ekanntlich war die CS6-Version der Adobe-Software die letzte, die man kaufen konnte, ab den CC-Versionen ging nur noch mieten. Angeblich, weil es damit einfacher für Adobe sei, schnelle Updates zu liefern – wovon ich persönlich nicht wirklich etwas bemerkt habe.
Was ich aber durchaus bemerke: Photoshop und Lightroom werden mit jeder neuen Version spürbar träger. Nur zwei Beispiele: War vor zwei Jahren eine Speicherkarte mit 300 Raw-Bildern in höchstens zwei Minuten eingelesen und indexiert, braucht Lightroom in der aktuellen Version dafür mindestens 10 Minuten. Und wenn ich in Photoshop ein Bild fürs Web speichern will, muss ich gelegentlich eine Zwangspause von 10-20 Sekunden einlegen, weil das Programm nicht mehr reagiert. Ist ja auch irgendwie kein Wunder: Photoshop CC 2015 belegt auf meiner Festplatte sage und schreibe 1,73 GB, Lightroom immerhin 1,55 GB. Meine erste Photoshop-Version (1.0.7) passte 1991 auf eine Diskette!
Dazu kommt, dass sich diverse Adobe-Daemons ungefragt ins System eingenistet haben und sich ständig mit irgendwelchen Adobe-, Behance-, Typekit-, Stock- und Analytik-Servern verbinden, mit denen ich eigentlich gar nichts zu tun haben will.
Mit anderen Worten: Adobe fängt an zu nerven. Und deshalb habe ich mir mal probehalber Capture One Pro 9 für die Raw-Entwicklung und Verwaltung meiner Bilder gekauft, und für die Bearbeitung Affinity Photo.
Mein erstes mit Capture One entwickeltes und mit Affinity Photo fürs Web gespeicherte Foto. Habe ich mit Lightroom so nicht hinbekommen.
Was ich nach ein paar Tagen sagen kann: Capture One als Ersatz für Lightroom zu bezeichnen, wäre nicht ganz richtig – es ist Lightroom nämlich in allen Belangen haushoch überlegen! Bei Affinity Photo hält sich meine Begeisterung etwas zurück, aber 90% der Arbeiten, die ich sonst in Photoshop mache, kann ich damit bereits erledigen. Was ich enorm vermisse, sind Actions, aber in einem der nächsten Updates soll es Macros geben.
Spätestens dann werde ich mein Adobe-Abonnement wohl kündigen.
Update
Zurzeit (20.1.2015) gibt es Affinity Designer zum halben Preis!
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