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Apple Music ist eine einzige Katastrophe

Vor kurzem habe ich, wie wahrscheinlich nahezu jeder, der einen iTunes-Account besitzt, die kostenlose Drei-Monats-Probemitgliedschaft bei Apple Music abonniert. Die iTunes-Mediathek meines Macs ist…

Esse est percipi
Jul 8, 2015 · 3 min read · 1 read

or kurzem habe ich, wie wahrscheinlich nahezu jeder, der einen iTunes-Account besitzt, die kostenlose Drei-Monats-Probemitgliedschaft bei Apple Music abonniert. Die iTunes-Mediathek meines Macs ist nach wie vor lokal gespeichert (und nicht in iCloud), auf iPhone und iPad ist die iCloud-Mediathek dagegen aktiviert, um Apple Music-Titel und -Playlists auch in die eigene Bibliothek übernehmen und/oder fürs Offline hören speichern zu können.

So weit, so gut. Dies ist eine Playlist, die ich Anfang des Jahres (also lange vor Apple Music) auf dem Mac erstellt und inklusive aller Titel damals auf das iPhone kopiert habe:

Und so sieht diese Playlist aktuell auf dem iPhone aus – es sind alle Titel abspielbar, da sie sich auf dem iPhone befinden (erkennbar an den kleinen Ecken mit dem stilisierten iPhone). Seit der Umstellung auf die iCloud-Mediathek fehlt lediglich bei einem das Cover:

So. Und da, wie erwähnt, auf iPhone und iPad die iCloud-Mediathek aktiviert ist, sollten sämtliche Playlists/Songs des einen Geräts ja auch auf dem anderen vorhanden sein – genau das ist ja der Sinn und Zweck einer Cloud. Zumindest in der Theorie. In der Praxis sieht die gleiche Playlist auf dem iPad allerdings so aus:

Es fehlen Cover und – viel schlimmer – ein Drittel der Titel ist überhaupt nicht abspielbar. Ich habe mich diverse Male aus meinem iTunes-Account ein- und wieder ausgeloggt, habe Apple Music deaktiviert und wieder aktiviert – die Titel bleiben auf dem iPad unspielbar.

Interessanterweise wird auch bei den nicht abspielbaren Titeln die korrekte Spieldauer angezeigt. Und besonders rätselhaft ist der Umstand, dass drei von vier Stücken ein und desselben Albums spielbar sind, und eins eben nicht, wie man am Beispiel von Rumers „Into Colour“ sehenkann.

Gut, das alles könnte man mit viel gutem Willen noch als Kinderkrankheiten bezeichnen, wäre da nicht die Tatsache, dass ich keine Titel mehr vom Mac aufs iPhone oder iPad kopieren kann, solange auf diesen Geräten die iCloud-Mediathek aktiviert ist. Das lässt einen dann doch vollständig am Verstand der verantwortlichen Apple-Mitarbeiter zweifeln.

In meinen Augen ist Apple Music und insbesondere die iCloud-Mediathek (ohne die Apple Music praktisch nutzlos ist) eine ganz, ganz schlecht abgesicherte Baustelle, in der Cover fehlen und/oder ausgetauscht werden, Metadaten verändert werden und Playlists verschwinden. Ganz abgesehen davon, dass die Privatfreigabe der Mediathek auf iOS-Geräten ersatzlos gestrichen wurde. Und dass Connect, so wie es jedenfalls bis jetzt aussieht, ein ähnlich peinlicher Flop wird wie Ping. Vollmundig angekündigt als Sammlung von Künstlerfeeds, in denen Videos und Songs gepostet werden, haben von den über 100 Musikern, die ich abonniert habe, gerade mal drei ein Foto gepostet, Jason Mraz immerhin ein Katzenfoto.

Sollte sich in der verbleibenden Probeabozeit an dieser Baustelle nichts wesentliches ändern, sieht Apple Musics Zukunft für mich persönlich eher beige als rosig aus.

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