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Synology DS414, oder warum man einen NAS-Server braucht

Mit wachsender Bedeutung und Anzahl digitaler Daten im Heimnetzwerk kommt man um die Anschaffung eines NAS-Servers kaum noch herum. Nach einem gescheiterten Versuch mit einem Fantec-Server benutzen…

Esse est percipi
Aug 28, 2014 · 3 min read · 1 read

it wachsender Bedeutung und Anzahl digitaler Daten im Heimnetzwerk kommt man um die Anschaffung eines NAS-Servers kaum noch herum. Nach einem gescheiterten Versuch mit einem Fantec-Server benutzen wir seit einem halben Jahr eine Synology DS414 mit 12 Terabyte Raid-Speicher als zentralen Musik-, Foto-, Web-, Cloud- und Backupserver. Die beste Anschaffung dieses Jahrzehnts – keine Ahnung, wie wir so lange ohne auskommen konnten.

NSA-Cloud

Spätestens seit dem Bekanntwerden der offensichtlich völlig aus dem Ruder gelaufenen Allmachtsphantasien diverser Geheimdienste vertraue ich meine privaten Daten – soweit es geht – keinem Cloud-Anbieter mehr an. Stattdessen läuft auf unserer DiskStation, die per SSL erreichbar ist (Zertifikate gibt’s günstig beispielsweise hier: NameCheap), eine OwnCloud-Installation, auf die unsere Rechner und mobilen Geräte per Desktop-Client bzw. Mobile App zugreifen können. Funktionert genauso einfach wie Dropbox, nur eben ohne Condoleezza Rice oder Prism.

Und da OwnCloud die gespeicherten Daten auch per WebDAV ausliefert, kann ich meine Texte zwischen Daedalus Touch (dem iOS-Texteditor meiner Wahl) und Ulysses III (dem Desktop-Textprogramm meiner Wahl) auch ohne iCloud oder Dropbox auf allen Geräten synchron halten.

Word-Dokumente können auf dem iPad mit UX Write vom WebDAV-Account heruntergeladen, bearbeitet und wieder zurückgespeichert werden (letzteres kann übrigens kein anderes mir bekanntes iOS-Office- oder Word-Programm, und ich habe lange gesucht!).

Time Machine-Backups

Wenn man im DiskStation Manager (DSM) unter Dateidienste > Mac Dateidienst eine Freigabe für Time Machine auswählt, steht sie als Volume für Time Machine-Backups aller Macs im WLAN zur Verfügung, ohne dass sie explizit gemountet werden muss. Eine teure Time Capsule ist damit überflüssig.

Musik

Ich erwähnte bereits, dass ich die Sonos-Software für eine Usability-Katastrophe halte, und daran hat sich auch mit der neuen Version absolut nichts geändert: Ein endloses Geklicke, bevor man endlich mal Musik hören kann. Hat man seine iTunes-Mediathek auf die DiskStation ausgelagert und die Audio Station aktiviert, ist man darauf gottseidank nicht mehr angewiesen.

Mit DS Audio (kostenlos für iPad und iPhone) steuert man die Musikwiedergabe, die auf beliebige Airplay/DLNA/UPNP-Player im Netzwerk gestreamt werden kann. Schön, dass die Sonos-Boxen DLNA unterstützen!

So sind die zwei Welten Airplay und Sonos endlich friedlich miteinander vereint, und man kann mit einem Controller die gesamte Musikbibliothek auf alle Boxen streamen, egal ob Sonos oder Airplay.

Natürlich ist das ganze auch Multiroom-fähig, das heißt, ich kann zeitgleich in Raum A eine andere Playlist oder einen anderen Radiosender abspielen als in Raum B.

Tipp: Server-Freigaben beim Booten automatisch mounten

Damit auf den verschiedenen Rechnern bzw. Accounts die jeweils benötigten Freigaben der DiskStation beim Booten automatisch gemountet werden, liegt dieses als App gespeicherte Applescript mit den entsprechenden Freigabenamen in den Anmeldeobjekten:

set serverPath to "afp://MeinServer.local/" set shareNames to {"web", "music", "foto", "backups"} tell application "System Events" set volumeList to get the name of every disk end tell repeat with thisShare in shareNames if volumeList does not contain thisShare then try mount volume serverPath & thisShare end try end if end repeat

Nach dem Aufwachen

Um Energie zu sparen, schaltet sich unsere DiskStation nachts ab und fährt morgens um 7 Uhr wieder hoch. Da durch das Abschalten die Freigaben auf Macs, die sich im Ruhezustand befinden, unter Umständen ausgeworfen werden, wird das Script mittels SleepWatcher auch beim Aufwachen aus dem Ruhezustand ausgeführt.

Eine ausführliche Anleitung für SleepWatcher wird beim Download mitgeliefert, hier die Kurzversion: Installieren Sie SleepWatcher nach Anleitung und erzeugen Sie in Ihrem Heimverzeichnis eine Textdatei mit dem Namen

.wakeup

und folgendem Inhalt:

!/bin/sh open "/Pfad/zu/Ihrem/Scriptordner/MountShares.app"

wobei MountShares.app obiges AppleScript ist. Jedes Mal, wenn der Rechner aus dem Ruhezustand aufwacht, wird das Script gestartet und fehlende Freigaben gemountet.

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