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Betrug mit Neuland-Geflügel

Zeit-Online schreibt in einem Bericht, dass der wichtigste Geflügel-Lieferant für Neuland jahrelang konventionell gehaltene Masthühner eingekauft, geschlachtet und als Neuland-Geflügel verkauft habe…

Esse est percipi
Apr 16, 20141 min read1 read

eit-Online schreibt in einem Bericht, dass der wichtigste Geflügel-Lieferant für Neuland jahrelang konventionell gehaltene Masthühner eingekauft, geschlachtet und als Neuland-Geflügel verkauft habe. Neuland schreibt in einer Stellungnahme dazu, dass man, sollte sich der Vorwurf bestätigen, tief enttäuscht sei.

Wie bitte? Da hat ein Landwirt das Vertrauen ökologisch denkender Konsumenten missbraucht und sie jahrelang nach Strich und Faden perfide betrogen, und Neuland ist „tief enttäuscht“? Ich persönlich bin nicht tief enttäuscht, sondern stinkbombensauer. Und fassungslos. Wie es aussieht, haben wir jahrelang konventionelles Hühnerfleisch gekauft – also genau das, was wir unbedingt vermeiden wollten. Dazu auch noch zum Neuland-Preis, der ungefähr drei bis viermal so hoch ist wie der eines Discounters. Aber darum geht es gar nicht. Ich weiß nicht, worüber ich entsetzter bin – dass es Menschen gibt, die beim Geldverdienen auch noch das allerletzte Quentchen Moral verlieren, oder dass das bei Neuland, einem „Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung“, so lange unentdeckt bleiben kann.


Symbolfoto: Tatsächlich glückliche Hühner

Mein Vertrauen ist complètement dahin. Um es – zumindest ansatzweise – zurück zu gewinnen, erwarte ich von Neuland jetzt deutlich mehr als tiefe Enttäuschung. Das allermindeste wäre eine Betrugsanzeige gegen den Landwirt. Gerne auch mit dem Zusatz wegen besonderer Niederträchtigkeit.

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