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Mit der Post werde ich in diesem Leben nicht mehr warm

Wir leben ja im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, und das WWW ist auch schon knapp 20 Jahre alt. Was also liegt näher, als online nachzuschauen, wie viel Porto man auf eine 150g schwere…

Esse est percipi
Oct 25, 2011 · 2 min read · 1 read

ir leben ja im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, und das WWW ist auch schon knapp 20 Jahre alt. Was also liegt näher, als online nachzuschauen, wie viel Porto man auf eine 150g schwere Versandtasche kleben muss? Nichts. Gesagt, gestern auch getan – nach ein paar Eingaben wurde das Ergebnis angezeigt: 1,45 Euro. Und unter dem Preis gab es gleich einen Button Marke drucken – praktisch, dieses WWW, das erspart mir das Anstehen in der unterbesetzten Filiale, dachte ich und drückte drauf.

Auf der nächsten Seite wählte ich ein nicht zu kitschiges Motiv (was nicht ganz einfach war), kontrollierte noch einmal den Warenkorb (1 Stück Großbrief 1,45 €) und klickte auf Weiter.

Und sah das:

Warum es nicht möglich ist, per Kreditkarte zu zahlen, obwohl unter Bezahlart steht: „Die Bezahlung erfolgt bei den Bezahlarten Kreditkarte, PayPal und giropay auf externen Seiten“, ist schon mal das erste Rätsel.

Das zweite, viel größere, aber ist, warum ich 10 € bezahlen muss, wenn ich doch lediglich eine Briefmarke für 1,45 € kaufen und ausdrucken möchte. Des Rätsels Lösung:

Dieser Text wird übrigens auch angezeigt, wenn man PayPal als Bezahlart auswählt.

Ich fasse mal zusammen

Wenn ich eine Briefmarke für 1,45 € kaufen und auf meine Kosten ausdrucken möchte, muss ich 10 € bezahlen, weil die Post einen willkürlichen und nicht nachvollziehbaren Mindestzahlbetrag festgelegt hat. Den Rest von 8,55 € „für meinen nächsten Kauf“ bekomme ich nur nach einer Zwangsregistrierung gutgeschrieben.

Wir leben im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, und das WWW ist nun auch schon knapp 20 Jahre alt. Die Post scheint allerdings in irgendeinem Wurmloch steckengeblieben zu sein. Im Jahr 1985.

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