Liebes Tagebuch (101)
Nicht, dass ich eine besondere Affinität zu Fordautos hätte (ein Granada hatte ja noch Charakter, aber ein Focus?). Dennoch frage ich mich seit Jahrzehnten, warum man für den deutschsprachigen Raum…
icht, dass ich eine besondere Affinität zu Fordautos hätte (ein Granada hatte ja noch Charakter, aber ein Focus?). Dennoch frage ich mich seit Jahrzehnten, warum man für den deutschsprachigen Raum nicht auf den simplen Claim „Fahren Sie Ford“ gekommen ist. Stattdessen benutzt man „Feel the difference“. Heute müssen nämlich alle möglichen Produkte irgendwie gefühlt werden, und wenn man cool rüberkommen möchte, tunlichst auf englisch. Übrigens ein klassisches Beispiel von Paradigmawechsel, das mit dem Fühlen. Wurde vor noch nicht mal 20 Jahren ausschließlich die Vernunft angesprochen, wenn es um solche Dinge wie Autokauf ging, kapriziert man sich heute auf diffuse Gefühlsschwurbelei. Feel the dies und feel the das. Würde man nämlich den Verstand einschalten, könnte man ein Gähnen wahrscheinlich nur mühsam unterdrücken.
Design muss sich rechnen! Und zwar für beide Seiten.
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