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Liebes Tagebuch (92)

Seit Jahrmillionen ebenso stetig wie unaufhaltsam auf dem Weg nach vorn, entwickelt sich die Menschheit nun zum ersten Mal wieder zurück. Beweis: Die Pro7-Sendung mit Uri Geller. Ich konnte –…

Esse est percipi
Mar 4, 2009 · 1 min read · 1 read

eit Jahrmillionen ebenso stetig wie unaufhaltsam auf dem Weg nach vorn, entwickelt sich die Menschheit nun zum ersten Mal wieder zurück. Beweis: Die Pro7-Sendung mit Uri Geller. Ich konnte – Faszination des Blöden! – längere Zeit nicht wegschalten. Irgendwie glaubte ich die ganze Zeit, gleich sagt jemand mit einem Augenzwinkern mal so etwas wie: „Klasse Trick, oder? Da kommen Sie nie hinter.“ Aber nein, in einer Art kollektivem (Selbst-)Verdummungsbestreben beharrten sämtliche Anwesenden auf Übersinnlichem und Außernatürlichem, das da die Hand im Spiel habe. Man ist sprachlos. Und zweifelt ein bisschen an unserem Bildungssystem.

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Ich kann den Begriff Shareholder Value nicht mehr hören. Für jeden vernünftig denken- und handelnden Menschen besteht der Wert eines Unternehmens (neben den Sachwerten) aus Know-how, motivierten Mitarbeitern und zufriedenen Kunden. Für eine Unternehmensleitung besteht er hingegen zuallererst aus befriedigten Aktieninhabern – Mitarbeiter oder Kunden sind meist völlig egal. Solange sich aber diese Einstellung nicht ändert und nicht irgendwann mal wieder reale Werte im Mittelpunkt der Bemühungen eines Unternehmens stehen, wird sich an den ständig wiederkehrenden Wirtschaftskrisen nichts ändern. Und schon gar nichts an der fortschreitenden Service-Wüstifizierung. Das verstehe ja sogar ich als Wirtschaftsanalphabet.

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