Von Mäusen und GEOS
Wenn ich heute erklären müsste, warum ich eigentlich bei Apple-Rechnern gelandet bin, würde ich rückblickend sagen, dass das grafische Betriebssystem GEOS (Graphic Environment Operating System) für…
enn ich heute erklären müsste, warum ich eigentlich bei Apple-Rechnern gelandet bin, würde ich rückblickend sagen, dass das grafische Betriebssystem GEOS (Graphic Environment Operating System) für den C64 mit Sicherheit eine sehr große Rolle dabei gespielt hat. Mitte der 80er bekam ich es zu Weihnachten geschenkt – da aber natürlich niemand daran gedacht hatte, dass man auch eine Maus für die Bedienung braucht, musste ich den Cursor die gesamten Feiertage mit einem Joystick steuern, was die Begeisterung aber nur unwesentlich beeinträchtigte.
Hier sehen Sie ein paar Mäuse, die ich kürzlich bei der Suche nach den GEOS-Disketten wiedergefunden habe (um sie umzudrehen, gehen Sie mit dem Mauszeiger ins Bild). Die Commodore Maus links hatte im Gegensatz zur damaligen Apple Desktop Bus-Maus (Mitte) immerhin schon zwei Knöpfe. Rechts sehen Sie die 1993 eingeführte ADB Mouse II, die zwar besser in der Hand lag, aber einen ziemlich nervigen Klickton hatte.
GEOS – ein GUI für den C64 auf 320×200 Pixeln.Screenshot von GUIdebook
Wie man sieht, ähnelt die GEOS-Oberfläche stark der des damaligen Mac OS. Okay, der Mauszeiger ist ein bisschen klobiger, aber es gibt Note Pad, Calculator, einen Papierkorb, und die Volumes bzw. Diskettensymbole werden, wie sich das gehört, auf der rechten Seite des Desktops angezeigt. Als ich einige Monate später das erste Mal vor einem echten Mac saß, habe ich mich sofort zu Hause gefühlt – etwas, was mir bei einem Windows-Rechner nie passierte.
GEOS für den C64 oder den C128 kann man auf der Website des heutigen Rechteinhabers Click Here Software kostenlos herunterladen, bei Funet gibt es eine Menge GEOS-Programme und Treiber ebenfalls zum kostenlosen Download.
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