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Siemens Gigaset S1 colour, Teil III

Die ausführliche Vorgeschichte finden Sie hier: Erfahrungsbericht: Siemens Gigaset S1 colour und Fortsetzung Siemens Gigaset S1 colour. Was bisher geschah Kurze Zusammenfassung: Nach einem Anruf beim…

Esse est percipi
Mar 2, 20055 min read1 read

ie ausführliche Vorgeschichte finden Sie hier: Erfahrungsbericht: Siemens Gigaset S1 colour und Fortsetzung Siemens Gigaset S1 colour.

Was bisher geschah

Kurze Zusammenfassung: Nach einem Anruf beim Siemens Service-Center bekam ich als Austausch für meine defektes Gigaset 2000C ein neues Gigaset S1 colour zum Vorzugspreis. Leider entsprach das Gerät nicht meinen technischen Anforderungen (2-sekündige Zeitverzögerung beim Freischalten der Leitung, sehr schlechte Sprachqualität), zudem stellte sich heraus, dass der angebliche Siemens-Vorzugspreis mehr als 20% über dem eines beliebigen Händlers auf dem freien Markt lag. Als ich daraufhin ein weiteres Mal mit dem Service-Center telefonierte, teilte man mir mit, Siemens werde das Gerät keinesfalls zurücknehmen, ich hätte mich ja vorher erkundigen können. Daraufhin schickte ich ein dreiseitiges Beschwerde-Telefax an Siemens, in dem ich u. a. auf mein Widerrufsrecht nach dem Fernabsatzgesetz hinwies …

Wie es weiter ging

Als ich auf das Telefax keine Antwort bekam, schrieb ich am 18.02.05 eine E-Mail mit dem Inhalt des Fax’ und einer Bitte um Stellungnahme an die Herren Dr. Eberhard Posner und Thomas Weber. Sie schienen mir als Ansprechpartner für den Bereich Corporate Communication am geeignetsten, mir die – von mir als extrem kundenfeindlich empfundene – Art der Kommunikation des Siemens Service-Centers zu erläutern.

Guten Tag,

nachdem ich am 15.02.05 ein ziemlich unerfreuliches Gespräch mit dem Service-Center (01805-333222) geführt habe, schickte ich am gleichen Tag ein Fax an die mir mitgeteilte Nummer (1805-333229) mit der Bitte um eine Stellungnahme. Die bisher nicht gekommen ist.

Ich kann kaum glauben, dass eine Firma, die auf ihrer Website das Motto „SERVICE wird bei uns GROSS geschrieben“ propagiert, sich ein solches Service-Center leistet.

Da ich annehmen muss, dass mein Fax von den gleichen Mitarbeitern gelesen wurde, die ich auch am Telefon hatte, und somit u. U. nicht weitergeleitet wurde, lasse ich Ihnen als Ansprechpartner für Corporate Communications Angelegenheiten den Inhalt dieses Telefaxes per E-Mail zukommen. Verbunden mit der Hoffnung, irgendeine Erklärung für den unten beschriebenen Vorfall zu bekommen.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Preidel

(es folgt der Text des Telefax’)


Nachdem ich auch von dort keine Antwort erhielt, telefonierte ich am 23.02.05 mit der Siemens-Zentrale in München, um mit einem geeigneten Ansprechpartner verbunden zu werden. Man hörte sich meine Geschichte an und gab mir die Durchwahl einer Frau M. in Bocholt. Sie sei die einzig richtige Ansprechpartnerin, geschult im Umgang mit Kunden würde sie mir mit Sicherheit weiterhelfen können.

In Bocholt

Merkwürdigerweise erschien nach der Wahl dieser Nummer auf meinem Display immer die Meldung „Dienst nicht verfügbar“, so dass ich nach einigen Versuchen direkt bei der Bocholter Siemens-Zentrale anrief. Tja, die Frau M. sei bereits seit Oktober anderweitig beschäftigt, das müsse man in München aber eigentlich wissen, bekam ich zu hören. Ob es denn eine Nachfolgerin gebe, fragte ich. Ja, ich stelle Sie mal durch.

Ich schilderte mein Problem einer netten Dame, deren Namen ich mir nicht gemerkt habe. Selbstverständlich könne ich das Gerät zurückgeben oder gegen ein anderes austauschen. Da sie sich aber mit den technischen Details nicht auskenne, würde mich ein Kollege am nächsten Tag zurückrufen. Auf meine Frage, warum bisher niemand auf meine Schreiben reagiert habe, fragte sie zurück, was ich denn mit einer Beschwerde überhaupt erreichen wolle, schließlich könne ja jeder mal einen schlechten Tag haben, das sei doch ganz normal. Ich erwiderte, dass mir das als Erklärung nicht ausreiche und ich lieber auf eine schriftliche Stellungnahme wartete.

Kommt jetzt Bewegung in die Sache?

Am nächsten Tag rief mich ihr Kollege, Herr Vitz, tatsächlich zurück. Ich erklärte ihm mein Problem und sagte ihm, dass ich, weil ich eine Siemens ISDN Anlage habe, ein anderes Mobilteil haben wolle, gern auch ein älteres Gerät. Er sagte, dass das Problem mit der Zeitverzögerung bekannt sei, er könne mir ein Gigaset S1 mit monochromem Display empfehlen, da sei die Verzögerung nicht ganz so stark. Davon sei aber keins mehr vorrätig, deshalb könne er mir dann noch ein 4000C empfehlen, auch da sei die Verzögerung geringer.

Da ich mich erst einmal informieren wollte, lies ich mir eine E-Mail-Adresse geben, an die ich meine Entscheidung schicken konnte. Am gleichen Tag, dem 24.02.05, schickte ich folgende E-Mail:

Sehr geehrter Herr Vitz,

Sie haben mich heute morgen wegen meiner Beschwerde über ein Gigaset S1 colour zurückgerufen und mir angeboten, es gegen ein 4000C umzutauschen.

Das 4000C möchte ich nicht, aber wenn Sie irgendwo noch ein 3000C herumliegen haben, würde ich das gern im Austausch gegen das S1 colour (und einen eventuellen finanziellen Ausgleich) nehmen.

Bitte teilen Sie mir kurz mit, ob das möglich ist.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Preidel


Leider kam keine Antwort, so dass ich am 28.02.05 eine zweite E-Mail an die gleiche Adresse schickte:

Sehr geehrter Herr Vitz,

meine unten zitierte E-Mail vom 24.02.05 kam bisher nicht als „unzustellbar“ zurück, so dass ich davon ausgehen kann, dass sie irgendjemanden in Ihrem Hause erreicht hat. Offensichtlich ist sie aber nicht an Sie weitergeleitet worden, denn eine Antwort habe ich bisher nicht erhalten.

Deshalb noch einmal ein Versuch: Bitte teilen Sie mir kurz mit, ob die Möglichkeit besteht, das Gigaset S1 colour, dessen Verzögerungsprobleme Sie mir als bekannt am Telefon bestätigt haben, gegen ein Gigaset 3000 C auszutauschen.

Sollte das nicht möglich sein, werde ich das S1 colour zu Ihren Händen an die mir von Ihnen angegebene Adresse unfrei zurücksenden:

Siemens AG
CSM persönlich
z.H. Herrn Vitz
Schlavenhorst 88
46395 Bocholt

Mit freundlichen Grüßen
Michael Preidel


Man ahnt es bereits: Auch auf dieses Schreiben kam bisher keine Antwort.

Ich halte fest:

Ich habe bis zum heutigen Tage – Mitwoch, 2. März 2005 – keine einzige Antwort auf irgendeines meiner Schreiben erhalten. Weder auf mein Telefax vom 14.02.05 an das Service-Center, noch auf meine E-Mails vom 18.02.05 an die Herren Dr. Posner und Weber, noch auf meine E-Mails an Herrn Vitz vom 24.02.05 und vom 28.02.05.

Ich bin – und das kommt nicht häufig vor – mit meinem Latein am Ende. Es bleibt mir tatsächlich nichts anderes übrig, als das Gigaset S1 colour, mit dem man nicht vernünftig telefonieren kann, zurückzuschicken und mir eine neue Telefonanlage zuzulegen.

Bleibt die Frage, ob Siemens mir mein defektes 2000C, das ich dem GLS Fahrer im Austausch gegen das S1 colour übergeben habe, ersetzen muss – laut Siemens ist das nämlich längst eingestampft …

Fortsetzung folgt…

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