Medienschau
Letzten Sonntag bin ich im Kino gewesen, um mir die Doku über Ingeborg Bachmann anzusehen. Ich war seit der Schule nicht mehr an ihr vorbeigekommen. Der Film hat mich so beeindruckt, dass ich mir mittlerweile "Sämtliche Erzählungen" und "Sämtliche Gedichte" von Bachmann bestellt habe und abends immer einige Verse und Geschichten lese. "Die Schöne aus...
etzten Sonntag bin ich im Kino gewesen, um mir die Doku über Ingeborg Bachmann anzusehen. Ich war seit der Schule nicht mehr an ihr vorbeigekommen. Der Film hat mich so beeindruckt, dass ich mir mittlerweile „Sämtliche Erzählungen“ und „Sämtliche Gedichte“ von Bachmann bestellt habe und abends immer einige Verse und Geschichten lese.
„Die Schöne aus Gaza“ ist eine Doku über trans Frauen aus Gaza, die nach Israel geflohen sind. Alle sind mehr oder weniger gläubig, eine trägt sogar Hijab. Der Film ist nur noch ein paar Tage online. Das ist schade, denn er hat mich sehr berührt. Manfred Riepe rezensiert die Doku in der Jüdischen Allgemeinen, beim richtigen Gendern noch ein wenig unbeholfen.
Ebenfalls aus Gaza stammt Hamza Abu Howidy, er wurde dort 1997 geboren. Wie seine Kindheit und Jugend unter der Fuchtel der Hamas verlief, schrieb er zusammen mit Judith Poppe auf: „Muscheln am Strand von Gaza. Erinnerungen an ein zerstörtes Land.“ Howidy verließ Palästina, nachdem er mehrfach verhaftet und gefoltert worden war. Mittlerweile lebt er in Deutschland und setzt sich für Verständigung und Versöhnung im Nahen Osten ein.
Über Olivia Jones läuft im ZDF ebenfalls eine Doku. Dort wird noch einmal an ihren grandiosen Besuch beim Wahlkampfauftakt der N*D im Jahr 2007 erinnert:
Im WDR 3 Kulturfeature gibt es einen schönen Podcast über einen trans Chor: „Der Klang der Vielfalt – Ein Trans-Chor findet seine Stimmen.“
Schließlich habe ich mir noch das neue Buch von Jan Fleischhauer angehört: „Du bist nicht allein. Das Mehrheitsparadox oder was passiert, wenn die Mitte der Gesellschaft das Gefühl hat, am Rand zu stehen.“ Eigentlich bin ich sauer auf Fleischhauer, weil er es in seinem Podcast zulässt, dass seine Co-Moderatorin Carolin Blüchel ihn in jeder Folge aufs Neue vorstellt, während er ihren vollständigen Namen nicht nennt. Das ist eines Gentlemans unwürdig und eines Konservativen erst recht. Wenigstens auf den Startseiten des Podcasts wird ihr Name mittlerweile genannt.
Das ändert aber nichts daran, dass das Buch gut geschrieben und authentisch vorgetragen ist. Dass ich nicht überall seiner Ansicht bin und mich hier und da auch aufgeregt habe, geschenkt. Ich konnte mich beim Anhören jedenfalls prima entspannen. Denn das ist meiner Meinung nach die Aufgabe von Kolumnenschreibern, die zu Politcastern werden: Gute Unterhaltung mit Niveau und bisweilen Humor zu bieten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wer das anders sieht und das Buch bzw. Hörbuch doof findet, bitte sehr. Doch warum man das auf 21.176 Zeichen auswalzen muss, inklusive Zusammenfassung und Schlussbemerkung, ist mir schleierhaft. Als Sauerländerin bin ja aufs selbe Gymnasium wie Thomas Fischer gegangen, der sich zu diesem Opus verstiegen hat. Mein Deutschlehrer dort hätte mir etwas Anderes erzählt.
Fediverse-Reaktionen
<div
class="activitypub-modal__overlay compact"
data-wp-bind--hidden="!context.modal.isOpen"
data-wp-watch="callbacks.handleModalEffects"
role="dialog"
aria-modal="true"
hidden
>
<div class="activitypub-modal__frame">
<div class="activitypub-modal__content">
<div data-wp-bind--hidden="!context.modal.isCompact">
<ul class="reactions-list">
<template data-wp-each="context.modal.items">
<li class="reaction-item">
<a data-wp-bind--href="context.item.url" target="_blank" rel="noopener noreferrer">
<span class="reaction-name" data-wp-text="context.item.name"></span>
</a>
</li>
</template>
</ul>
Did you enjoy this article?
Recommend it — Standard Reader surfaces well-loved writing to more readers across the network.