Skip to content

Punktlandung

Heute fanden die Jubiläumskonfirmationen statt und es hat alles gut geklappt. Meine Erleichterung ist entsprechend groß. Als ich die Feier in der Gemeinde vor zwei Jahren zum ersten Mal alleine durchführte, weil der angestammte Kollege in Rente war, wurde es eine organisatorische Katastrophe. Ich machte mir viele Notizen und war heilfroh, als durch eine etwas...

Pressepfarrerin
Sep 13, 20264 min read

eute fanden die Jubiläumskonfirmationen statt und es hat alles gut geklappt. Meine Erleichterung ist entsprechend groß. Als ich die Feier in der Gemeinde vor zwei Jahren zum ersten Mal alleine durchführte, weil der angestammte Kollege in Rente war, wurde es eine organisatorische Katastrophe. Ich machte mir viele Notizen und war heilfroh, als durch eine etwas unkonventionelle Urlaubsplanung der Springer den Sonntag letztes Jahr übernahm. Sicherheitshalber hatte ich an mehreren Stellen ein ausführliches Feedback hinterlassen. Aber dieses Jahr war ich wieder dran. Zum Glück hatte sich mittlerweile alles gut und neu eingespielt.

Im Vorbereitungsteam wissen wir jetzt, wem was wichtig ist, wer welche Aufgabe übernimmt und wer welche Aufgabe besser nicht oder nicht mit wem zusammen. Wieder schrieb ich mir fürs nächste Mal alles auf, damit wir das Rad nicht noch einmal neu erfinden müssen. Wichtig war auch, dass das erste Glockenläuten um halb zehn ausfiel. Dann werden nämlich die Fotos nach Jahrgängen gemacht. Die älteren Leute konnten ohne Geläut viel besser hören, wann sie aufgerufen wurden. Wir hatten dieses Jahr daher niemanden, der seinen Fototermin verpasst hat. Im Gottesdienst folgte ich der für den 15. Sonntag nach Trinitatis vorgesehenen Ordnung. Das Ganze unter dem Motto „Die Möhre vor der Nase“, womit ich die Hoffnung auf das Reich Gottes meinte. Das Liedblatt hatte ich darum mit Möhren bebildert, die Küsterin und das Team hatten orangene Altarblumen besorgt und einen Bund Möhren auf den Taufstein gelegt. Auch beim anschließenden Kaffeetrinken gab es orangene Deko und Servietten. Als alles vorbei war, durfte ich noch Kuchen und Fingerfood mit nach Hause nehmen. Jetzt habe ich bis Anfang Oktober Urlaub.

Ich freue mich natürlich, wobei ich dieses Mal nicht das Gefühl habe, so völlig zerschossen zu sein wie bei meinem letzten Urlaub. Zwar hatte ich in den Sommerferien einiges zu tun, aber aufs Ganze war es eine gute Mischung aus Vor-, Nachbereitung und Tagesgeschäft. Überstunden können wir im uneingeschränkten Dienst ja nicht abbauen, statt dessen hoffen wir auf ein paar entspanntere Tage in den Ferien. Auch das ist aufgegangen. Wirklich ungewöhnlich war allerdings, dass es in der Woche vor der regionalen Sitzung am Freitag und dem Jubiläum am Sonntag keine Beerdigungen und sonstige Katastrophen gab. Ich kann mich nicht erinnern, dass es vor größeren Veranstaltungen jemals so ruhig war. Die Jubelkonfirmation wurde darum zur Punktlandung nach einer durchaus arbeitsreichen Sommerzeit, die richtig gut gelaufen ist.

Traurig bin ich trotzdem. Das liebe jesidische Nachbarpaar ist ausgezogen. Sie kamen mit den Konflikten im Haus nicht zurecht. Für einige der Mietparteien gibt es im Herbst zwei Gerichtsverhandlungen, eine weitere fand bereits letztes Jahr statt. Dadurch dass die Fetzen in den Etagen über mir fliegen, bin ich in der Parterre im toten Winkel und zumindest zurzeit nicht betroffen. Ich hoffe, dass das so bleibt. Andernfalls sicherte mir der Nachbar zu, sofort zu kommen und mir zu helfen. Die Nachbarin hat sich ihrerseits schon gemeldet, um zu hören, wie es mir geht. Ich habe vor, in den nächsten Tagen vorbeizufahren, um mir die neue Wohnung anzusehen. Als sie am ersten Septemberwochenende auszogen, „rettete“ ich die kleine Nachbarkatze aus dem Getümmel und brachte sie in meinem Arbeitszimmer unter, bis sie am Umzugsabend abgeholt wurde. Die sehe ich dann auch wieder.

Dem #DiätKater wurden am Donnerstag die restlichen Zähne gezogen. Durch FORL waren die Wurzeln teilweise schon so mit dem Kiefer verbacken, dass mehrere Spitzen stecken geblieben sind. Von allen drei Zahn-OPs hat der #DiätKater diese am besten verkraftet. Heute, am Sonntag, lehnte er bereits das Schmerzmittel ab, weil er es nicht mehr braucht. Auch sonst merke ich, wie zufrieden er ist, obwohl er noch Nähte hat. Ich bin froh, dass ich ihn konsequent einmal jährlich zum Impfen und Durchchecken bringe. Denn wenn er jetzt so entspannt ist, wie mag es ihm da vorher gegangen sein?

Weil es vielleicht interessant ist für die, die sich überlegen, ein Haustier anzuschaffen oder darüber nachdenken, ob sie es lieber krankenversichern oder monatlich etwas ansparen, möchte ich die Kosten offenlegen: Diese Zahn-OP hat gut 1.200 Euro gekostet. Für drei Zahn-OPs in fünf Jahren habe ich insgesamt etwa 4.000 Euro bezahlt. Dazu kommen seit etwa zwei Jahren das tägliche Spezialfutter für die Schilddrüsenüberfunktion plus zwei Nierenmedikamente; weiterhin die jährliche Impfung mit Check up sowie ein bis zwei Besuche im Jahr bei der Hundefriseurin zur Pflege von Fell, Krallen und Ohren, weil der #DiätKater (18) das aufgrund seines Alters nicht mehr selbst schafft. Er ist nicht krankenversichert, weil er dafür schon zu alt war, als ich ihn aus dem Tierheim holte und es damals aufgrund der geringeren Tierarztkosten auch noch nicht üblich war.

Meinen eigenen OP-Kram habe ich auf nächstes Jahr im Juni verschoben, nachdem ich versehentlich fast den Kirchentag dafür verplant hätte. Ich merke erst jetzt, was das in den letzten Jahren für ein Ritt war. Darum brauche ich noch Zeit. Davon unabhängig gibt es hinter den Kulissen wieder größere Sorgen, mit denen ich in dem Umfang nicht mehr gerechnet hätte. Aber nun. Ich schrieb eine Postkarte und warte ab.

Fediverse-Reaktionen
  • </ul> <button class="reaction-label has-text-color has-background" data-reaction-type="repost" data-wp-on--click="actions.toggleModal" type="button" aria-label="Alle Reposts anzeigen" > 1 Repost </button> </div> </div> <div class="activitypub-modal__overlay compact" data-wp-bind--hidden="!context.modal.isOpen" data-wp-watch="callbacks.handleModalEffects" role="dialog" aria-modal="true" hidden > <div class="activitypub-modal__frame"> <div class="activitypub-modal__content"> <div data-wp-bind--hidden="!context.modal.isCompact"> <ul class="reactions-list"> <template data-wp-each="context.modal.items"> <li class="reaction-item"> <a data-wp-bind--href="context.item.url" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> <img alt="" data-wp-bind--alt="context.item.name" data-wp-bind--src="context.item.avatar" data-wp-on--error="callbacks.setDefaultAvatar" src="" /> <span class="reaction-name" data-wp-text="context.item.name"></span> </a> </li> </template> </ul>

Did you enjoy this article?

Recommend it — Standard Reader surfaces well-loved writing to more readers across the network.

Across the AtmosphereDiscussions