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Kopf in den Sand

Wieder hat die sogenannte Alternative für Deutschland eine Wahl gewonnen und bei einer weiteren überraschend gut abgeschnitten. Kanzler Friedrich Merz nahm das zum Anlass, Minuten nach Verkündung der 18-Uhr-Prognosen, die Dramatik der Situation einzuräumen, sich aber doch gleichzeitig erleichtert zu zeigen, dass das Wahljahr 2026 hiermit zu Ende sei. Und an seinem Reformkurs will er...

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Sep 21, 20262 min read

ieder hat die sogenannte Alternative für Deutschland eine Wahl gewonnen und bei einer weiteren überraschend gut abgeschnitten. Kanzler Friedrich Merz nahm das zum Anlass, Minuten nach Verkündung der 18-Uhr-Prognosen, die Dramatik der Situation einzuräumen, sich aber doch gleichzeitig erleichtert zu zeigen, dass das Wahljahr 2026 hiermit zu Ende sei. Und an seinem Reformkurs will er natürlich weiterhin festhalten. Medien und Koalitionspartner stimmen da weitestgehend ein und zu: Reformen sind nötig, andere Vorschläge gibt es nicht, also Augen zu und durch, bis zu den nächsten Wahlen bleibt Zeit.

„There is no alternative!“, hat Maggie Thatcher immer gesagt und so tut es auch unser Kanzler. Und alle, die diese Reformen mit verbrochen haben. Würde Merz Helmut Kohl zitieren, würde er seine Reformen wohl so bezeichnen: es wird wenigen besser gehen als zuvor, aber allen anderen schlechter. Und dazu gibt es keine Alternative? Die Regierung hat sich in eine Sackgasse regiert und die Lehre aus den Wahlergebnissen ist nun, diese bis zu den nächsten Wahlen (NRW, Niedersachsen, Schleswig-Holstein) zu ignorieren, den Kopf in den Sand zu stecken und weiter die AfD groß zu machen. Ach nein, da ist ja der neue Tankrabatt, der wird es regeln.

Ein lustiger Fakt zum Schluss: die andere Partei, die unbedingt an ihrem Kurs festhalten und alles andere ignorieren wollte und damit einst die Regierung killte aka. FDP, ist in MV mit 1,1% hinter der Tierschutzpartei gelandet, in Berlin mit 2,5% knapp vor derselben. Das kann unseren ehemaligen Volksparteien auch blühen, schon rutscht die CDU in MV unter die 5-Prozent-Hürde. Schade, dass die Alternative so scheiße ist.

P.S.: Ich weiß, ich konzentriere mich immer auf den Kanzler, der ja nun sicherlich nicht allein an allem Schuld ist, aber der Mann ist schon immer meine Nemesis gewesen, insofern nehme ich hier einfach auch meine Chronistenpflicht wahr.

P.P.S.: Zur Stützung meines Punktes schenke ich euch noch diesen Kommentar von Bernd Ulrich.

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