Dirk Hesse: „Der zweite Sommer“
Erst vor Kurzem habe ich „Die Lehrerin“ gelesen, um mich nun dem zweiten Teil von Dirk Hesses Brandland-Serie zuzuwenden: „Der zweite Sommer“. Dieser zweite Teil ist ein Roadzukunftsroman und zeigt uns eine Reise durch das zukünftige Europa am Rande des Zusammenbruchs; in einer Zukunft, die überhaupt nicht fern zu sein scheint. Und natürlich hat auch...
rst vor Kurzem habe ich „Die Lehrerin“ gelesen, um mich nun dem zweiten Teil von Dirk Hesses Brandland-Serie zuzuwenden: „Der zweite Sommer“. Dieser zweite Teil ist ein Roadzukunftsroman und zeigt uns eine Reise durch das zukünftige Europa am Rande des Zusammenbruchs; in einer Zukunft, die überhaupt nicht fern zu sein scheint. Und natürlich hat auch der zweite Teil wieder einen Soundtrack.
Zur bisherigen Protagonistin Becca stößt ihre Freundin Nes und beide treten eine Reise in das berühmte Ungewisse an, über beinahe undurchdringliche Grenzen hinweg, quer durch das in Flammen stehende Europa. Und während wir Beccas Weg schon im ersten Teil der Reihe kennengelernt haben, erfahren wir in diesem Band mehr über Nes‘ Vergangenheit.
Cover: Der zweite SommerWas mir an Dirks Erzählweise so gefällt ist dieser gewisse Zukunftsrealismus. Natürlich handelt es sich um eine ausgedachte Zukunft, aber sie ist eben immer genau so realistisch, dass sie eben in fünf bis zehn Jahren genau so stattfinden könnte, ohne dass noch ein Warpantrieb erfunden werden müsste.
Becca drückte die Glascard auf das Terminal und erwartete jeden Moment einen Warnton. Aber das Gerät war zufriedengestellt. Der Ladepunkt sei nun freigegeben, sagte die künstliche Frau auf dem Screen und biss in einen digitalen Donut, dessen Ebenbild aus Weißmehl, Fett und Süßstoff momentan im Angebot sei. Der Donut war ein gutes Zeichen. Becca konnte die Dinger nicht ausstehen, es war also unwahrscheinlich, dass sie beim Eintreten biometrisch gescannt worden war. In dem Fall hätte man ihr andere Produkte vorgeschlagen.
Aus Gründen setze ich mich mit Zukunftsszenarien und deren komischer Angewohnheit in letzter Zeit schneller einzutreten, als einem lieb sein kann, oft auseinander. Ich finde in „Der zweite Sommer“ viele, fast schon zu viele Anknüfungspunkte. Was das Buch aber auch macht: es zeigt wie die Menschen in dieser Zukunft mit ihr umgehen und dass es immer weiter Menschlichkeit geben wird. Irgendwo, hier und da und wahrscheinlich muss man sie suchen, aber das ist ja heute nicht anders.
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