Ceuta: Alles nur Fake
In den letzten Tagen war die spanische Exklave Ceuta auf dem afrikanischen Festland in aller Munde. Und jetzt war das Alles nur Theater. Na klar, mir kam das schon auch komisch vor, was da eigentlich passiert ist. Aus heiterem Himmel flüchteten zehntausende Marokkaner mit Booten in die Kleinstadt, die seit Jahrhunderten zu Europa, aber nie...
n den letzten Tagen war die spanische Exklave Ceuta auf dem afrikanischen Festland in aller Munde. Und jetzt war das Alles nur Theater. Na klar, mir kam das schon auch komisch vor, was da eigentlich passiert ist. Aus heiterem Himmel flüchteten zehntausende Marokkaner mit Booten in die Kleinstadt, die seit Jahrhunderten zu Europa, aber nie zur NATO gehört hat. Und jetzt wird erzählt, dass das Alles von weither gesteuert wurde. Ob das stimmt oder nicht? Keine Ahnung. Vorstellbar ist es.
Was zur Hölle ist denn Ceuta?
An der Mittelmeer-Küste von Marokko gibt es ein paar Exklaven Spaniens. Es geht eigentlich immer nur um die beiden Städte Ceuta und Melilla. Dazu gehören dann noch ein paar kleinere Inseln und eine Halbinsel. Vor über 600 Jahren kam Ceuta in portugiesischen Besitz und fiel später dann an Spanien. So ist das dann auch geblieben, auch wenn Marokko immer wieder Ansprüche erhebt. Die Exklaven gehören zur EU, haben aber im Schengen-Raum einen Sonderstatus.
Weil es immer wieder Grenzübertritte gab (Und ja, ich formuliere das bewusst so schwammig), hat Spanien vor über 30 Jahren einen Grenzzaun errichtet. Denn es ist aufgrund des Sonderstatus nun einmal so, dass keine Weiterreise aufs europäische Festland möglich ist. Die spanischen Gebiete an der nordafrikanischen Gebiete haben einen Sonderstatus, und seit 1995 verfügen Ceuta und Mellila über den Status von autonomen Städten.
Flüchtende wurden nach Strich und Faden betrogen
Auch bei der Flüchtlingskrise 2015 war ich der Ansicht, dass die beiden Mächte Russland und USA alles dafür tun, um Europa mit flüchtenden Menschen zu beschäftigen. Bei der Nummer rund um Ceuta könnte genau das wieder passiert sein. Jetzt ist es so, dass Spanien aufgrund der Grummeligkeit zwischen ihnen und Marokko lieber Rohstoffdeals mit dem Nachbarn Algerien gemacht hat, mit dem Marokko seit langem über Kreuz liegt. Dazu die Gebietsansprüche, da kann man schon eine Krawatte haben.
Darüber hinaus hat der spanische Ministerpräsident Sanchez offen Widerworte gefunden, was den merkwürdigen Konflikt zwischen den USA und dem Iran betrifft. Daraufhin überzog Trump Spanien mit Zöllen und Schmähungen und all dem. Und dann soll es dazu gekommen sein, dass eine Fluchtbewegung in Richtung der spanischen Exklave gesteuert wurde. Kann sein. Wer will das denn ausschließen? Den Menschen wurde sonstwas weisgemacht, was niemals hätte eintreffen können.
Da waren sie nun nach Ceuta gekommen, die zehntausenden Marokkaner, mit dem Wunsch nach besserem Leben. Und dort wurde ihnen klar gemacht: Endstation, Freunde, hier geht es nirgendwo hin. Ein Großteil soll wieder zurückgegangen sein. Und das Alles nur, weil Spanien nicht bei den üblen Spielen von Donald Trump mitspielen will? Italiens Ministerpräsidentin Melloni wollte Spanien gar aus der EU werfen. Die Integrität dieser Union stand auf dem Spiel. Wegen Trumps Geltungsdrang?
Und die AFD wieder
Die Gesellschaftsspalter von der AFD ließen natürlich nicht lang auf sich warten. Gerade im Wahlkampf zur bevorstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt holen sie gern mal alles mögliche an Besteck aus der Schublade. Und so behaupten sie allen Ernstes, dass die Marokkaner nach Ceuta geflüchtet sind, nur weil sie Obstladen-Achim in Gardelegen überfallen und Arbeitsamts-Birgit in Zeitz vergewaltigen wollen. Nein, nicht wortwörtlich, eher im übertragenen Sinn.
Wie alle populistischen Rechtsausleger in Europa kommen auch diese Dampfplauderer um die Kurve und behaupten Dinge, dass sich die Balken biegen. Wer braucht schon Beweise, wenn man laut genug irgendwas krakeelt? Nochmal: Die geflüchteten Marokkaner wurden mit falschen Behauptungen zu der Aktion gedrängt, die mutmaßlich aus den USA kamen. Da war nie irgendwas mit „Wir morden uns jetzt durch Europa“. Aber es tiktokt natürlich gut.
Ich will zur AFD in Sachsen-Anhalt auch noch mal gesondert meine Gedanken aufschreiben, das passt jetzt hier nicht rein. Für sie war jedenfalls die Nummer in Ceuta ein gefundenes Fressen. Und die Menschen, die da geflüchtet sind? Zehntausende arme Seelen, von denen einige ertrunken sind, haben ihre „Invasion“ abgebrochen. „Festung Europa“ passt hier nicht. Es sind eher Gesetze, die da greifen. Und der Wolfgang hat das hier in dem Video mal ganz gut zusammengefasst:
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