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BandCamp als Spielwiese: Einfach mal was probieren

Ich bin mir ja nicht so richtig einig, was ich mit BandCamp anstellen soll. Nun habe ich gedacht: Wieso nicht BandCamp als Spielwiese nehmen? Ich meine, was habe ich denn zu verlieren? In den letzten Monaten ist eh zu viel Musik übrig geblieben, bei der ich aber dennoch denke, dass ich die raushauen sollte. Warum...

Henning Uhle
Sep 12, 20264 min read

ch bin mir ja nicht so richtig einig, was ich mit BandCamp anstellen soll. Nun habe ich gedacht: Wieso nicht BandCamp als Spielwiese nehmen? Ich meine, was habe ich denn zu verlieren? In den letzten Monaten ist eh zu viel Musik übrig geblieben, bei der ich aber dennoch denke, dass ich die raushauen sollte. Warum denn nicht dort? Und so ist der Track „In The Evening Thereafter“ von vor 2 Monaten der letzte, an dem ein Preisschild steht. Neuere Tracks dort sind einfach so dort. Mal gucken, was da nun passiert.

Was mache ich denn jetzt mit BandCamp als Spielwiese?

Ich habe neulich mal 6 Tracks beim BandCamp rausgeblasen, bei denen ich nicht so richtig wusste, was ich mit denen anstelle. Einer stammt von einer Single, die ich nie ernsthaft veröffentlicht habe. Und die 5 anderen waren einfach nur mal Experimente. Bis auf der von der Single sind die anderen auch nicht unbedingt das, was ihr sonst auf den Streaming-Plattformen von mir hören könnt. Und das ist dann das, was ich mit BandCamp als Spielwiese vorhabe.

Ich kann mich dort ja einfach mal austoben. Wisst ihr, ich fummle ja immer wieder in Ableton rum und probiere mich auch mal etwas aus. Ich wollte da auch mal aus bekannten und ausgelatschten Wegen ausbrechen. So entstehen kolossal viele Sachen, die dann einfach so rumliegen. Ab und zu habe ich mal eine „Sternstunde“, und das werfe ich dann über meinen Distributor den Streaming-Diensten vor die Füße. Und da kann es auch mal sein, dass ich viel Anerkennung bekomme wie bei „A Beggar In A Million“.

Ja, der eben eingebaute Link zeigt euch, wo ihr das Ding bei den Streaming-Diensten bekommt. Aber das hat ja noch nichts mit BandCamp als Spielwiese zu tun. Wenn ich euch aber jetzt erzähle, dass mir Menschen mitteilen, wie großartig sie die Nummer finden, und dass es die Nummer auch beim BandCamp gibt und dort ein Zusatztrack dabei ist, sieht das schon anders aus, oder? Und dieser Zusatztrack: Mit dem wusste ich nie wohin. Und deshalb gibt’s den hier mit dazu:

Und so mache ich weiter. Jetzt habe ich mir also gedacht: Da kann ich doch auch so mal übrig gebliebene Tracks einfach mal so hochladen. Bei den 6 Tracks, die ich da hochgeladen habe, handelt es sich um Stücke, die irgendwann in den letzten 3 Jahren entstanden sind, die aber nie so richtig gepasst hatten, wenn ich irgendwie eine Single, eine EP oder gar ein Album veröffentlichen wollte. Deshalb blieben die übrig. Und so können sie zumindest mal gehört werden.

Und was ist jetzt mit der Geisterstadt?

Ich habe ja das starke Gefühl, dass BandCamp mehr oder weniger eine Geisterstadt ist. Seitdem ich mich dort wieder herumtreibe, habe ich 12 Veröffentlichungen dort gemacht, wo insgesamt bisher 15 Tracks dabei sind. Tja, es sind 65 Plays zustande gekommen, von denen ein Drittel etwa die Stücke komplett laufen lassen hatten. Mir folgt dort eine Person, und Reaktionen gibt es auch nicht. Und weil ich dort unsichtbar bin, sehe ich BandCamp als Spielwiese an.

Ich denke, der große Vorteil von BandCamp ist halt, dass es dort scheinbar nicht so wirklich eine Algorithmus-Seuche gibt, die den Hörern „vorschreibt“, was ihnen zu gefallen hat. Das ist extrem nützlich für Musiker, die sich nicht in irgendeine Schublade pressen lassen wollen. Allerdings hat es auch den Nachteil, dass man als unabhängiger Freizeit-Musiker schlecht bis gar nicht gefunden wird. Aber dann kann man halt im Verborgenen herumfuchteln.

Und eins muss ich hier noch hervorheben. Die Streaming-Dienste – alle durch die Bank weg – haben ja mehr oder weniger mit KI-generierter Musik zu kämpfen. Sie tun mehr oder weniger irgendwas dagegen. Meistens wird aber nur die Monetarisierung unterbunden. BandCamp verbietet die KI-generierte Musik. Dann muss man als klitzekleines Licht in der Musikwelt nicht auch noch gegen Maschinen kämpfen. Das ist schon nicht zu verachten.

Nun ja, ich habe meinen Frieden gemacht, was diese Plattform betrifft. Deshalb sehe ich BandCamp als Spielwiese an. Die folgenden Stücke und voraussichtlich alle folgenden werden kein Geld kosten. Wenn ihr mir dann aber trotzdem was in den Hut werfen wollt, könnt ihr das gern machen. Also folgende Tracks gibt’s nur auf BandCamp und das umsonst:

Ihr könnt mir gern dort folgen, wenn ihr wollt. Bei den anderen Veröffentlichungen dort habe ich einfach mal irgendeinen Preis aus dem Bauchgefühl heraus angesetzt. Aber vielleicht nehme ich den auch noch raus. Denn BandCamp als Spielwiese anzusehen, gefällt mir deutlich besser.

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