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Telegram Street: Kleines Downtempo-Experiment auf BandCamp

Wenn ein Stück Musik entsteht, wofür es keinen Namen geben kann, nennt man so ein Stück gern mal "Telegram Street". Das ist jetzt passiert. Ich kann euch beim besten Willen keine Geschichte erzählen, wieso ich auf diesen Namen gekommen bin. Und nein, das hat auch nichts mit der "Telegraph Road" der Dire Straits vom Album...

Henning Uhle
Sep 25, 20263 min read

enn ein Stück Musik entsteht, wofür es keinen Namen geben kann, nennt man so ein Stück gern mal „Telegram Street“. Das ist jetzt passiert. Ich kann euch beim besten Willen keine Geschichte erzählen, wieso ich auf diesen Namen gekommen bin. Und nein, das hat auch nichts mit der „Telegraph Road“ der Dire Straits vom Album „Love Over Gold“ zu tun. Aber das Stück musste nun mal einen Namen bekommen. Und deshalb heißt es nun so.

Ein halbes Jahr Ungewissheit

Es sind ja nicht nur The Pogues, die für „Fairytale of New York“ geschlagene 2 Jahre herumgebastelt hatten. Da gibt’s auch diesen hoffnungslosen Typen, der für sich allein Tasten drückt und Knöpfe dreht und Regler schiebt. Ich habe nachgesehen: Mit „Telegram Street“ habe ich Mitte März diesen Jahres angefangen. Ich habe also damit angefangen, als ich mit Ditto Music über mein Album „Treasures“ gestritten hatte. Was für eine wilde Zeit.

Ich habe lange, lange Zeit eine Piano-Melodie vor mich hin geklimpert und wusste ewig nicht, wohin damit. Ich habe bei mir einen Ordner „Skizzen“, wo das Ding lange vor sich hin dümpelte. Irgendwann kamen mal Streicher-Akkorde dazu. Und es fühlte sich so an, als ob daraus nun etwas werden könnte. Also verschob ich es in den Ordner „Angefangen“. Zu der Zeit war es einfach nur Piano und Streicher. Und jetzt? Ich habe dann mit schrägen Sounds experimentiert. Und das fing an zu schmecken.

Also habe ich als gelernter Schlagzeuger einen Rhythmus zusammen gebraut. Wenn du sowas programmierst, ist das ja eine völlig andere Nummer, als wenn du es einspielst. Ich habe nun aber keine Schießbude, also musste es so gehen. Und so nahm das Stück immer weiter zu, ohne dass ich wusste, wohin ich damit wollte. Irgendwie hatte ich dann bei den BandLab Sounds ein paar freie Vocal-Samples gefunden, die irgendwie so schräg waren, dass sie zu der Atmosphäre passten.

Ihr dürft aber nicht denken, dass das Ding zu dem Zeitpunkt „Telegram Street“ hieß. Es hieß „Sketch Slow“. Und ich wurde und wurde nicht fertig. Im August habe ich mir dann gedacht: Warum ein richtiges Ende? Also ließ ich es ausblenden. Das passte. Ich war mit der ganzen Mischerei dann schnell zufrieden. Es sollte ja nicht so richtig sauber und hochklassig klingen. Und so habe ich das Stück dann ins automatische Mastering von BandLab geworfen. Und Bingo: Genau so sollte das dann klingen.

Was ist denn jetzt die „Telegram Street“?

Ah, OK, es gibt einen Kanal im Messenger „Telegram“, der so heißt. Aber was zum Henker könnte ich mit „Telegram Street“ gemeint haben? Ich habe keinen blassen Schimmer. Das macht es natürlich schwierig zu erklären, was ich mit dem Stück bezwecken will. Um es kurz zu machen: Nichts. Es ist einfach ein Stück Nostalgie, die ich verbreiten will. Und ich glaube, da passt der Titel wieder ganz gut. Oder wann habt ihr das letzte Mal ein Telegramm bekommen?

Der Uhle hat was neues bei BandCamp STOP

Unbedingt anhören STOP

So, und das Stück passt ja nirgendwo richtig gut hin, denke ich. Jaja, ich mache auch wieder einen in Richtung „Boards of Canada“, wie mit „Beggar In A Million“. Aber ich wollte das irgendwie nicht zu den Streamingdiensten werfen. Wer weiß, vielleicht mache ich das irgendwann mal. Aber die „Telegram Street“ gibt es derzeit ausschließlich beim BandCamp. Und wenn es euch gefällt, könnt ihr mich dort sogar unterstützen. Müsst ihr aber nicht. Folgen reicht ja auch.

Das Stück ist so entrückt vom Alltag, dass das nichts im Massen-Streaming zu suchen hat. Vielleicht ist das ja genau das, was wir in diesen völlig bekloppten Zeiten so brauchen. Gebt mir mal Bescheid, ob ihr was mit dem Stück anfangen könnt. Das würde mich echt freuen. Und wenn alles klappt, könnt ihr das hier gleich abspielen:

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