Bluesky: Was soll ich jetzt eigentlich damit?
Ich treibe mich jetzt seit 3 Jahren und ein bisschen auf Bluesky herum. Und nach wie vor weiß nicht so richtig, ob das etwas für mich ist. Vielleicht liegt es daran, dass ich älter geworden bin und sich meine Interessen verändert haben. Es mag auch sein, dass ich mich generell nicht mehr so richtig wohl...
ch treibe mich jetzt seit 3 Jahren und ein bisschen auf Bluesky herum. Und nach wie vor weiß nicht so richtig, ob das etwas für mich ist. Vielleicht liegt es daran, dass ich älter geworden bin und sich meine Interessen verändert haben. Es mag auch sein, dass ich mich generell nicht mehr so richtig wohl fühle bei allem, was sich Social Media schimpft. Daher ja auch meine Unterbrechung auf unbestimmte Zeit bei Mastodon. Aber ich habe den „blauen Himmel“ mal noch nicht ganz abgeschrieben.
Über 1700 Posts
Posts – also die Nachrichten, die man hinterlässt – heißen bei Bluesky Skeets. Das ist ein zusammengematschtes, erfundenes Wort und ist eine Kreuzung aus „sky“ und „tweet“. Damit wird auch gleich mal klar, dass sich diese Plattform als direkter Ersatz für das überflüssig gewordene X / Twitter sieht. Jaja, es wurde ja auch aus der Twitter, Inc. 2021 ausgegliedert. Im Gegensatz zum Ursprung ist der Laden aber eine gemeinnützige Gesellschaft. Und sie sehen sich als „das bessere Twitter“.
Wie dem auch sei. Seit September 2023 habe ich etwas über 1700 Posts hinterlassen. Das sind rund 46 Einträge pro Monat. Die meisten davon sind Links zu meinen Blogartikeln. Seitdem ich das Plugin „ATmosphere“ nutze, läuft das Ganze auch komplett automatisiert ab. Hat mir das irgendwas gebracht? Matomo sagt: In Bezug auf Zugriffe auf meinen Blog ist das komplett brotlose Kunst. Es spielt keine Rolle, ob ich meine Artikel dahin teile oder nicht.
Und sonst so? Auf meine Musik mache ich auch dort aufmerksam. Das kann ich jetzt nicht nachvollziehen, ob diese Skeets großartig jemand mitbekommt. Jedenfalls gibt es so gut wie keine Reaktionen. Oder anders: Ich kann mich an Reaktionen nicht erinnern. Es sind bei Bluesky eine Handvoll Reaktionen zu ein paar meiner Ausdünstungen dort, und das war’s. So eine Art „Scream Into The Void“ – also „ins Leere schreien“. Keine Ahnung, ob das normal ist.
Was soll ich also mit Bluesky?
Bei Bluesky habe ich neulich mal mein Profil angepasst. Du kannst dort nämlich, wenn du das willst, Links zu allem möglichen hinterlassen. Ich habe einfach mal wild drauflos experimentiert, ich habe ja keine Ahnung von nichts. Diese Links – zu meinem Blog, zu meinen Musik-Profilen und zu Support-Möglichkeiten, die eh niemand nutzt – werden zu Buttons. Keine Ahnung, ob ich das so lasse. Mal gucken, was damit passiert.
Jedenfalls habe ich keinen blassen Schimmer, was ich mit Bluesky eigentlich soll. Ich weiß ja, dass viele Nasen auf Mastodon in Anbetracht der Plattform eben diese Nasen rümpfen werden. Von mir aus. Mastodon ist ja nicht besser. Ich will eigentlich nur eine Austauschmöglichkeit haben. So, wie das früher (TM) mal beim damaligen Twitter der Fall war. Also neben dem Blog. Da konntest du übertragen gesprochen einfach in die Timeline rülpsen und hattest Reaktionen wie „Gut gebrüllt, Löwe“.
Das ist alles lange her, ich weiß. Momentan sieht es bei vielen Usern auf Bluesky so aus, als ob sie sich alle gegenseitig folgen. Und da fühle ich mich nicht ganz so dazugehörig. Es bleibt also dabei, dass mein Blog meine Homebase ist. Egal, welche Plattformen es sonst so gibt, sie wirken auf mich nicht so sehr passend. Ich habe aber Bluesky wie gesagt noch nicht abgeschrieben. 2023 war auf der Plattform eine gewisse Aufbruchstimmung zu sehen. Mal sehen, ob davon noch etwas übrig ist.
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