Keine KI-Musik: Es ist bestätigt, dass ich ich bin
Hurra, jetzt ist es raus: Ich bin ein Mensch. Ditto Music hat mir nun bestätigt, dass ich keine KI-Musik mache. Ein Grund zum Jubeln, oder? Sie haben nun quasi bestätigt, dass ich ich bin. Das ist doch was, oder? Und ich dachte erst, sie hätten mir die Uhle-KI unterstellt. Ich erzähle euch mal noch ein...
urra, jetzt ist es raus: Ich bin ein Mensch. Ditto Music hat mir nun bestätigt, dass ich keine KI-Musik mache. Ein Grund zum Jubeln, oder? Sie haben nun quasi bestätigt, dass ich ich bin. Das ist doch was, oder? Und ich dachte erst, sie hätten mir die Uhle-KI unterstellt. Ich erzähle euch mal noch ein paar Takte zu all dem, was im Hintergrund zu meiner EP „Secret Society“ abgelaufen ist. Die kommt dann am – oh, Gott – Freitag, den 13. November zu den Streaming-Diensten. Ein böses Omen?
Wenn dich der Distributor mal wieder zu Weißglut bringt
Ich will mir ja gar nicht vorstellen, welche Tänze andere Freizeit-Musiker so erleben. Denn wenn ich mich mal mit anderen „Bedroom Producers“ austausche, die kein Label in der Hinterhand haben, dann erfahre ich da eigentlich immer: Ditto Music funktioniert immer wieder komplett absurd, ist aber wohl noch einer der besseren Anbieter. Mit meiner bevorstehenden EP war das aber wirklich mal wieder ein Tanz, den ich so nicht auf meiner Bingo-Karte hatte.
Im oben verlinkten Artikel habe ich ja davon erzählt, dass ich wie sonst auch die 4 Stücke der EP für das Publishing anmelden wollte. Damit bin ich dann quasi mein eigener Musikverlag. Am Ende hat das den Vorteil, dass mir alle Rechte an meiner Musik gehören. Das ist etwas, dass keine KI-Musik der Welt erreichen kann. Na klar, mir müssen dann natürlich die Inhalte entwichen sein. Und was nicht von mir ist, muss ich in den Richtlinien verwenden dürfen können. (Sagt man das so?)
Wie dem auch sei. Ditto Music übernimmt ja den Vertrieb. Das machen sie in Richtung aller möglichen Streaming-Dienste wie Spotify (sic!), SoundCloud, Apple Music, Tidal, Deezer, Qobuz und so weiter und so fort. Und sie machen das in Richtung der Download-Portale wie Beatport. Und sie melden meine Werke bei Publishing-Diensten an, wenn ich sie dazu beauftrage. Stellt euch mal vor, ich wüsste wie das geht und würde das Alles selbst machen. Der Stress!
Jedenfalls habe ich meine 4 Stücke anmelden wollen. An die Dienste wurde die EP problemlos ausgeliefert, und zwar recht schnell. Aber beim Publishing dann: Ey, wir wollen keine KI-Musik. Lest es oben selbst nach. Auch während meines Urlaubs ging das Theater weiter. Sie wollten sogar einen Bildschirm-Mitschnitt aus Ableton, damit ich nachweise, dass ich das selbst gemacht habe. Das war das da mit zwei kurzen Ausschnitten aus dem Titelstück:
Kurzes Video aus Ableton mit zwei Ausschnitten, die beweisen, dass das keine KI-Musik istDitto Music bestätigt: Ich bin ich
Jaja, es muss nicht jedem gefallen, was ich da zusammen gequatscht habe. Das kurze Video oben hat zwei kurze Abschnitte aus „Secret Society“. Es ist nicht die gemasterte Version aus der EP, sondern quasi das Demo. Und das hat dann Ditto Music gereicht, um mir zu bestätigen, dass ich ich bin und keine KI-Musik zum Publishing anmelde. Sensationell. Ist das jetzt immer so ein Krampf? Das wäre ja nicht zum Aushalten. Die Single danach ging jedenfalls ohne das Theater über die Bühne.
Leute, ich habe für so ein Brimborium weder Zeit noch Nerven. Ich habe so eine Vermutung, wieso ich denen beweisen musste, dass das tatsächlich meine Ausgeburt ist. Ich gebe mit meiner Stimme etwas von mir und habe Text mit eingereicht. Das war bisher nie der Fall. Und vielleicht sind da die Bots von Ditto Music über irgendein Verhalten gestolpert, was sie von mir nicht kannten. Das ist für mich die bisher naheliegendste Erklärung.
Jedenfalls könnt ihr die ganze EP auf eurem Streaming-Dienst quasi vorbestellen. Und zwar über diesen Link. Und weil ich immer mal gefragt werde, was ist, wenn jemand gar kein Streaming nutzt: Hier könnt ihr mir auf Beatport folgen. Da ist die EP natürlich noch nicht vorhanden, aber das ändert sich am 13.11. Alle anderen Dienste – darunter auch Qobuz, Audiomack und so – könnt ihr auf dieser Übersichtsseite finden.
Ich kann mir auch vorstellen, die EP auf BandCamp zu veröffentlichen. Das darf ich ja, wie Ditto Music hier schreibt. Was spricht also dagegen? Auf der verlinkten Übersichtsseite geht’s auch zu meinem BandCamp-Profil, wo einige Stücke rumliegen, die sonst nirgends zu hören sind. Die sind frei. Wenn ich aber Musik dort ablade, die über Ditto Music verteilt wird, halte ich ein klein wenig die Hand auf. Das ist doch eigentlich fair, oder? Aber jetzt bin ich erstmal ich, wenn das Ditto Music schon so bestätigt.
Warum ist mir das denn überhaupt wichtig, wo ich doch diese Computer-Musik mache? Die Frage beantwortet sich selbst: Ich mache die Musik selbst, ich setze mich damit auseinander, will etwas transportieren. Ich werfe nichts in einen Prompt dafür. Hierzu hat der Jürgen neulich etwas großartiges geschrieben. Da dem nichts hinzuzufügen ist, kann ich mich jetzt zufrieden zurücklehnen.
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