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Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht. (Mt 13,23)

16 Woche im Jahreskreis Freitag Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus Mt 13, 18–23 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Hört, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet. Zu jedem Menschen, der das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und nimmt weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde;...

Tagesimpuls
Jul 24, 20263 min read

6 Woche im Jahreskreis Freitag

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 13, 18–23

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Hört, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet.
Zu jedem Menschen, der das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und nimmt weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde; bei diesem ist der Samen auf den Weg gefallen.
Auf felsigen Boden ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört und sofort freudig aufnimmt; er hat aber keine Wurzeln, sondern ist unbeständig; sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt wird, kommt er sofort zu Fall.
In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört, und die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum ersticken es und es bleibt ohne Frucht.
Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt Frucht – hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach.

Tagesimpuls

Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht. (Mt 13,23)

Dieses Wort kam vor kurzem auch schon im Sonntagsevangelium. Damals wurde mir wichtig, wie sehr Jesus das Verstehen betont. Und wenn ich es heute lese, ist es wieder dieser Aspekt, der mir so wichtig erscheint. Gestern hörten wir, dass wir durch das Wort, wenn es in uns bleibt, gereinigt werden, und dass wir dann Frucht bringen. Heute wird uns an Herz gelegt, wie sehr es auf das Verstehen ankommt.

Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht.

Maria bewahrte all diese Worte in ihrem Herzen und erwog sie. Das ist das Vorbild für das betrachtende (lat. kontemplative) Gebet. Man kann die Worte mehr mit dem Verstand erwägen, indem man z.B. fragt: „Jesus, was bedeutet das, was willst du mir damit sagen?“ Man stellt also Überlegungen an zum Wort Gottes. Das ist auch die Art, wie ich es meistens mache beim Tagesimpuls. Die zweite Art des betrachtenden Gebets involviert mehr unsere Vorstellungskraft. Man stellt sich in seiner Phantasie eine Szene des Evangeliums vor. Dann identifiziert man sich mit einer Person, man stellt sich vor, dass man Teil des Geschehens ist. Man stellt sich vor, wie Jesus zu mir kommt, was er mir sagt, was er tut, z.B. ob er mich umarmt.

Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht.

Wir Menschen sind verschiedene Typen. Mancher ist mehr der bildhafte Typ, mancher eher der intellektuelle. Aber wir alle sind zum betrachtenden Gebet aufgerufen, ob mehr mit dem Verstand oder ob mehr mit der Phantasie. Und wenn wir das tun, dann bereiten wir den Boden dafür, dass wir das Wort Gottes verstehen. Dieses Verstehen beinhaltet, dass wir erkennen, was Jesus mir heute ans Herz legen möchte. Dann kann es uns reinigen und wir werden Frucht bringen.

Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht.

Vom Heiligen Geist sagt Jesus, dass er uns an alles erinnert. Wir können den Heiligen Geist bitten, dass er uns heute oft an das Wort Gottes erinnert, dass wir es auch außerhalb unserer speziellen Gebetszeit immer wieder im Herzen bewahren und erwägen, nach dem Vorbild Marias.

Gebet:

Jesus, ich danke dir für dein wunderbares Wort, das uns reinigt und so viel Frucht in uns bringt. Bitte, Heiliger Geist, erinnere mich heute oft an dein Wort, dass ich es wie Maria immer im Herzen bewahre und erwäge.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org

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