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Die Engel werden kommen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern und sie in den Feuerofen werfen. (Mt 13,49)

17 Woche im Jahreskreis Donnerstag Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus Mt 13, 47–52 In jener Zeit sprach Jesus zu den Jüngern: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Netz, das ins Meer ausgeworfen wurde und in dem sich Fische aller Art fingen. Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie...

Tagesimpuls
Jul 30, 20263 min read

7 Woche im Jahreskreis Donnerstag

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 13, 47–52

In jener Zeit sprach Jesus zu den Jüngern: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Netz, das ins Meer ausgeworfen wurde und in dem sich Fische aller Art fingen.
Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, sammelten die guten Fische in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg.
So wird es auch bei dem Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern und sie in den Feuerofen werfen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.
Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten ihm: Ja.
Da sagte er zu ihnen: Deswegen gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.

Tagesimpuls

Die Engel werden kommen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern und sie in den Feuerofen werfen. (Mt 13,49)

Wie Jesus schon im Gleichnis vom Unkraut und dem Weizen erklärt hatte, lässt Gott in dieser Welt das Böse mit dem Guten zusammen wachsen. Er gibt uns Zeit, damit unser Leben gereinigt werden kann. Er gibt uns Zeit, damit wir uns für ihn und für die Liebe entscheiden und diese Entscheidung immer mehr festigen können. Er gibt uns Zeit, dass wir uns wenn nötig neu bekehren können nach einem falschen Weg.

Die Engel werden kommen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern und sie in den Feuerofen werfen.

Aber diese Zeitphase bleibt nicht ewig so. Es wird für uns alle die Zeit geben, wo endgültig das Böse vom Guten getrennt wird. Das heißt aber auch, dass die bösen Menschen von den guten getrennt werden. Viele Menschen leiden unter der Bosheit der Bösen, und für diese Menschen ist das der Tag der Befreiung. Andere Menschen schieben ihre Bekehrung auf, weil sie denken, es wäre ja noch genug Zeit. Für diese Menschen ist der Tag ein böses Erwachen.

Die Engel werden kommen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern und sie in den Feuerofen werfen.

Wir hören diese Botschaft nicht gern. Und wir Priester predigen darüber nicht gern. Manche behaupten, es würde der Liebe Gottes widersprechen. Aber widerspricht es der Liebe, wenn Gott verheißt, dass der eines Tages den Unschuldigen ihr Recht verschaffen wird? Sollen denn die Bösen die Guten in alle Ewigkeit unterdrücken? Wenn Gott Liebe ist, dann muss er eines Tages Unkraut vom Weizen trennen, damit niemand mehr unter dem Unkraut leiden muss. Und dieses Leben hat er uns geschenkt, damit wir uns auf diesen Tag vorbereiten. So viel Zeit bleibt uns nicht mehr. Daher sollen wir nicht denken, wir könnten unsere Bekehrung noch verschieben.

Gebet:

Jesus, heute bin ich bereit, mich von dir reinigen zu lassen. Heute will ich in deinem Willen leben, auch wenn ich spüre, dass ich noch nicht ganz rein bin. Zeige mir die kleinen Schritte, die ich heute tun kann, um auf den großen Tag der Scheidung vorbereitet zu sein.

Pastor Roland Bohnen

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