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Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht! (Mt 18,15)

23 Sonntag im Jahreskreis Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus Mt 18, 15–20 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht! Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen...

Tagesimpuls
Sep 5, 20263 min read

3 Sonntag im Jahreskreis

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 18, 15–20

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht! Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen.
Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei mit dir, damit die ganze Sache durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werde.
Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde! Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner.
Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.
Weiter sage ich euch: Was auch immer zwei von euch auf Erden einmütig erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.
Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

Tagesimpuls

Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht! (Mt 18,15)

Jesus möchte, dass wir uns gegenseitig lieben und akzeptieren. Dafür ist das Gespräch sehr wichtig. Dass immer wieder Konflikte entstehen, auch unter Christen, das weiß Jesus. Daher gibt er uns eine Regel an die Hand, wie wir Konflikte lösen sollen. Das Erste dabei ist: Reden. Nur wer redet, dem kann geholfen werden.

Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht!

Viele Menschen haben Angst vor Konflikten und reden deshalb nicht. Die Ängste rühren meist aus der Kindheit, wenn sie Erfahrungen von Gewalt ausgesetzt waren. Als Kind, das sich nicht wehren konnte, waren Konflikte tatsächlich gefährlich, und daher rührt die Angst. Aber wir müssen uns davon frei machen. Heute müssen wir keine Angst mehr haben. Wenn wir heute Probleme ansprechen, dann vergrößern sich die Chancen auf Frieden.

Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht!

Jesus sieht auch, dass Gespräche nicht immer helfen, daher braucht man dann noch mehr Hilfe. Aber wir sollen die Chancen, die in guten Gesprächen liegen, trotzdem nicht unterschätzen. Es sind nur wenige Fälle, wo die Gespräche nicht helfen, wo man zusätzliche Hilfe braucht. Das Erste ist und bleibt das Reden.

Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht!

Eine große Gefahr ist das Lästern, wenn man sich über andere geärgert hat. Statt mit der Person zu sprechen, spricht man mit anderen über sie. Damit schädigt man den Ruf dieser Person, ohne etwas geändert zu haben. Man macht alles nur noch schlimmer. Vor dem Lästern sollen wir uns hüten. Es gibt eine Ausnahme: In der Beichte darf ich sagen, was mich belastet. Der Beichtvater wird mir helfen, zu vergeben und vielleicht auch einen Rat geben, welche Schritte ich gehen kann.

Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht!

Manchmal muss man über seinen Schatten springen, aber es lohnt sich. Wir könnten uns vornehmen, auf eine Person zuzugehen, mit der wir Schwierigkeiten haben, natürlich nachdem wir vorher für sie gebetet haben.

Gebet:

Jesus, ich bitte dich für alle Menschen, mit denen ich Schwierigkeiten habe. Bitte hilf mir, dass ich bereit bin, mit ihnen zu reden. Und ich danke dir für den Frieden, den du mir schenken willst.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org

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