Ich frage euch: Ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder zugrunde zu ric hten? (Lk 6,9)
23 Woche im Jahreskreis Montag Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas Lk 6, 6–11 An einem Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort war ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber gaben Acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen...
3 Woche im Jahreskreis Montag
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 6, 6–11
An einem Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort war ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war.
Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber gaben Acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.
Er aber kannte ihre Gedanken und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und stellte sich hin.
Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder zugrunde zu richten?
Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es und seine Hand wurde wiederhergestellt.
Sie aber in ihrem Unverstand berieten sich untereinander, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.
Tagesimpuls
Ich frage euch: Ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder zugrunde zu richten? (Lk 6,9)
Weil Jesus weiß, dass die Pharisäer ihm noch kein Vertrauen schenken können, versucht er es immer wieder mit Erklärungen, die ihnen sein Handeln plausibel machen könnten. Manchmal erklärt er es an Hand der Heiligen Schrift, heute appelliert er an den gesunden Menschenverstand. Folgerichtig konstatiert dann der Evangelist im letzten Vers, dass die Pharisäer „in ihrem Unverstand“ bleiben.
Ich frage euch: Ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder zugrunde zu richten?
Jesus in seinem göttlichen Erbarmen und in seiner göttlichen Liebe zu uns Menschen will uns von unsinnigen Lasten und Regeln befreien. Es ist so schade, dass ausgerechnet die Religion, die uns Menschen doch guttun sollte, solche unsinnigen Lasten auflegt. Diese Lasten waren nie der Wille Gottes. Aber weil sie in den Religionen formuliert und tradiert werden, ist es für uns Menschen besonders verwirrend. Nur Jesus kann uns von den falschen religiösen Vorstellungen befreien. Jesus nimmt alles weg, was Gott noch verschleiert, damit wir Gott vollkommen erkennen können, so weit dies menschlich möglich ist.
Ich frage euch: Ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder zugrunde zu richten?
Der Wille Gottes ist, dass wir Gutes tun, dass wir heilen, dass Menschen davor bewahrt werden, zugrunde zu gehen. So wie Jesus in seiner Menschheit ein Werkzeug für den Willen Gottes war, so sollen auch wir Gottes Werkzeuge sein, um einander zu dienen. Das dürfen wir an allen Tagen sein, auch am Sonntag. Den Sonntag heiligen wir auf unsere Weise, wie es für Christen richtig ist. Wir packen den Sonntag nicht zu mit Arbeit, damit wir uns für Gott und den Gottesdienst Zeit nehmen können. Kranken dürfen und sollen wir selbstverständlich helfen und dienen. Und Gebete um Heilung, die das übernatürliche Wirken Gottes ermöglichen, sind an allen Tagen sinnvoll und wertvoll, am Sonntag wie an den anderen Tagen.
Gebet:
Jesus, ich danke dir, dass du uns von unnötigen und sinnlosen Lasten befreist. Wir wollen auf christliche Weise den Sonntag heiligen, indem wir vor allem Zeit finden für dich, für den Gottesdienst, für die Gemeinschaft. Wir wollen in deinem Sinne für Menschen da sein und bereit sein, um Heilung zu beten, damit dein übernatürliches Wirken an uns Menschen geschehen kann.
Pastor Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel
Telefon 02456 – 3627
Fax 02456 – 3019
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