Skip to content

Ein Jünger steht nicht über dem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein . (Lk 6,40)

23 Woche im Jahreskreis Freitag Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas Lk 6, 39–42 In jener Zeit sprach Jesus in Gleichnissen zu seinen Jüngern: Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube fallen? Ein Jünger steht nicht über dem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister...

Tagesimpuls
Sep 11, 20263 min read

3 Woche im Jahreskreis Freitag

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 6, 39–42

In jener Zeit sprach Jesus in Gleichnissen zu seinen Jüngern: Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube fallen?
Ein Jünger steht nicht über dem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein.
Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?
Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen!, während du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du zusehen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.

Tagesimpuls

Ein Jünger steht nicht über dem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein. (Lk 6,40)

Es gibt in uns eine Gefahr, dass wir denken, dass wir so gut wie alles schon wissen, dass wir uns in einer Materie schon auskennen. Ich denke z.B., dass ich die meisten Lehrer oder Strömungen im Bereich der charismatischen Welt irgendwie kenne, aber dann tauchen immer wieder neue Personen auf, vor allem auch jüngere, und das ist ja völlig normal. Das Leben geht immer weiter. Wir bleiben ja nie auf einem Stand stehen. Und abgesehen davon, was ist das denn für ein Gedanke, dass man alles schön wüsste? Wenn man das bei Licht betrachtet, was für ein Unsinn ist das denn? Man kann doch nie eine Materie ganz überschauen!

Ein Jünger steht nicht über dem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein.

Wir sollen also demütig bleiben. Wir haben noch lange nicht alles gelernt. Und das ist allein deshalb richtig, weil die Entwicklung immer weiter geht. Wie können wir dann meinen, andere belehren zu können? Es gibt einen Weg, wie Jesus hier erklärt: Wenn wir selbst Lernende bleiben, wenn wir selbst bereit sind, immer wieder den Balken aus unserem Auge zu entfernen, dann sollen und dürfen wir uns auch um unsere Brüder und Schwestern kümmern und ihnen helfen, ihre Splitter“ herauszuziehen. Wir sind die „Hüter unserer Brüder“, im Gegensatz zu dem, was Kain gesagt hatte. Aber das können wir nur, wenn wir selbst auch immer Lernende bleiben.

Ein Jünger steht nicht über dem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein.

Ich muss an die Worte denken, die Bischof Hemmerle bei unserer Priesterweihe gepredigt hat: „Bleiben Sie Anfänger!“ Wir müssen nie stolz sein und behaupten, dass wir alles gelernt hätten. Wir bleiben Lernende und folgen unserem Meister. Dann werden wir ihm ähnlich.

Gebet:

Jesus, immer wieder bin ich überrascht, wie vielfältig alles ist, wie viele gute Lehren es gibt, wie viele Menschen für dich leben und die Kirche aufbauen. Der Reichtum ist so groß, dass man ihn nie ermessen kann. Danke, dass ich als dein Schüler unterwegs sein darf und immer lernen darf. Hilf mir, dir immer ähnlicher zu werden.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org

Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel
Telefon 02456 – 3627
Fax 02456 – 3019
pastor.bohnen@kirche-selfkant.de
www.kirche-selfkant.de

Did you enjoy this article?

Recommend it — Standard Reader surfaces well-loved writing to more readers across the network.

Across the AtmosphereDiscussions