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Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und tun. (Lk 8,21)

25 Woche im Jahreskreis Dienstag Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas Lk 8, 19–21 In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Brüder zu ihm; sie konnten jedoch wegen der vielen Leute nicht zu ihm gelangen. Da sagte man ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und möchten dich sehen. Er erwiderte ihnen:...

Tagesimpuls
Sep 22, 20263 min read

5 Woche im Jahreskreis Dienstag

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 8, 19–21

In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Brüder zu ihm; sie konnten jedoch wegen der vielen Leute nicht zu ihm gelangen.
Da sagte man ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und möchten dich sehen.
Er erwiderte ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und tun.

Tagesimpuls

Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und tun. (Lk 8,21)

Wenn jemand heiratet, dann gründet er eine neue Familie. Jesus heiratet nicht, aber er gründet auch eine neue Familie, und zwar mit allen, die sich um ihn scharen, um das Wort Gottes zu hören und es befolgen. Diese neue Familie ist die Kirche. Die Kirche hat tatsächlich die Qualität einer Familie. Wer eine funktionierende Herkunftsfamilie hat, der hat mit der Kirche zwei Familien. Wer keine gute Herkunftsfamilie im Rücken hat, der hat in der Kirche immer noch eine Familie, die alles schenkt, was eine Familie geben kann. Die Familie Jesu steht in keiner Weise zurück hinter der natürlichen Herkunftsfamilie.

Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und tun.

Junge Menschen, die sich zur Nachfolge Jesu hingezogen fühlen, erzählten mir, dass sie einen Ort suchen, wo sie Kirche als lebendig erleben. Das ist leider oftmals nicht die Pfarrgemeinde. Dort fühlen sie sich als einzige junge Menschen allein und daher suchen sie nach einer Gemeinschaft, wo sie auch Gleichaltrige treffen. Wir sollten als christliche Eltern und christliche Gemeindemitglieder alles daran setzen, damit unsere Kirchen Orte werden, wo unsere Jugend christliche Gemeinschaft erfahren kann. Ich glaube, dass es einen neuen Aufbruch von jungen Menschen geben wird. Es fragt sich nur, wohin diese jungen Menschen dann gehen werden, an welchen Orten sie christliche Gemeinschaft finden werden.

Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und tun.

Papst Johannes Paul II formulierte im Jahr 2000 in seinem Schreiben „Tertio Millenio Ineunte“ die Vision, dass die Kirche „Haus und Schule der Gemeinschaft“ werden solle. Dies hat sich vielerorts schon erfüllt. Es sollte Wegweisung sein für unsere Gemeinden. Wir erkennen es, ob z.B. Menschen nach den Gottesdiensten noch zusammenstehen, oder ob sie so schnell wie möglich nach Hause gehen. Wir erkennen es daran, ob eine Willkommenskultur herrscht, wo Neue begrüßt und willkommen geheißen werden. Ist die Kirche wie z.B. ein Kino oder ein Theater, wo ich eine Vorstellung besuche und dann schnell wieder nach Hause gehe, oder ist sie wirklich eine Gemeinschaft, wo ich Menschen und Gott begegnen kann?

Gebet:

Jesus, du sehnst dich nach einer Gemeinschaft, wo alle Menschen sich zuhause fühlen können, die für uns Menschen eine echte Familie ist. Bitte hilf uns, unsere Gemeinden so zu erneuern, dass sie für viele Menschen als Familie erlebbar werden.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org

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