Und er hatte den Wunsch, ihn zu sehen. (Lk 9,9)
25 Woche im Jahreskreis Donnerstag Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas Lk 9, 7–9 In jener Zeit hörte der Tetrarch Herodes von allem, was durch Jesus geschah, und wusste nicht, was er davon halten sollte. Denn manche sagten: Johannes ist von den Toten auferstanden. Andere meinten: Elija ist erschienen. Wieder andere: Einer der alten Propheten...
5 Woche im Jahreskreis Donnerstag
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 9, 7–9
In jener Zeit hörte der Tetrarch Herodes von allem, was durch Jesus geschah, und wusste nicht, was er davon halten sollte. Denn manche sagten: Johannes ist von den Toten auferstanden.
Andere meinten: Elija ist erschienen. Wieder andere: Einer der alten Propheten ist auferstanden.
Herodes aber sagte: Johannes habe ich enthaupten lassen. Wer aber ist dieser, von dem man mir solche Dinge erzählt? Und er hatte den Wunsch, ihn zu sehen.
Tagesimpuls
Und er hatte den Wunsch, ihn zu sehen. (Lk 9,9)
Gestern hatten wir über den Auftrag Jesu nachgedacht, übernatürliche Werke zu vollbringen. Jesus selbst ist darin unser Vorbild. Er hat viele Wunder gewirkt. Den Juden war das übernatürliche Leben bekannt durch die Propheten. Von ihnen werden Krankenheilungen, Totenauferweckungen und Wunder berichtet. Nun erleben sie bei Jesus die übernatürlichen Werke und sie fragen sich: „Wer ist dieser Mann?“
Und er hatte den Wunsch, ihn zu sehen.
So geht es sogar dem König Herodes. Die Werke Jesu hatten sich bis zu ihm herumgesprochen, und nun rätselt er, wer dieser Jesus ist. Wenn sogar Herodes sich diese Gedanken macht, dann hat Jesus viel erreicht. Sünder kommen zu Jesus und kehren um, und der völlig in seinen Sünden gefangene König wird zumindest neugierig und hat den Wunsch, Jesus zu sehen.
Und er hatte den Wunsch, ihn zu sehen.
Wir wissen, dass Herodes sich nicht bekehrt hat. Zu sehr war er Gefangener seiner eigenen Macht, seiner Lust, aber vor allem auch Gefangener der Manipulationen seiner Frau. Das zeigt uns, dass Wunder zwar die Aufmerksamkeit für Jesus erregen, dass Menschen Jesus kennenlernen können, aber dass sich deswegen nicht alle bekehren. Jesus sagte zu Beginn seines Wirkens: „Das Reich Gottes ist nah! Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ Wenn Jesus in unserem Leben erscheint, dann muss der zweite Schritt erfolgen, unsere Umkehr, unser Glaube. Die Kirche kann den Menschen entgegenkommen, sie dort abholen, wo sie stehen. Aber das ersetzt nicht den persönlichen Schritt zur Umkehr. Und das bleibt sogar ein Leben lang so. Umkehr ist zwar ein wichtiger lebenswendender Akt, aber nach diesem Akt führt uns Jesus jeden Tag tiefer in die Umkehr.
Gebet:
Jesus, ich danke dir, dass du so viele Zeichen gewirkt hast, dass sogar Herodes aufmerksam geworden ist. Ich bitte dich für alle Staatenlenker, dass auch sie auf dich und dein Wirken aufmerksam werden. Hilf mir und allen Menschen, den Schritt der Umkehr zu vollziehen, damit es nicht bei wunderbaren Zeichen allein bleibt, sondern damit wir dir nachfolgen und auf den Schritten des Friedens gehen.
Pastor Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel
Telefon 02456 – 3627
Fax 02456 – 3019
pastor.bohnen@kirche-selfkant.de
www.kirche-selfkant.de
Did you enjoy this article?
Recommend it — Standard Reader surfaces well-loved writing to more readers across the network.