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Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu bringen? (Lk 12,51)

29 Woche im Jahreskreis Donnerstag Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas Lk 12, 49–53 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen! Ich muss mit einer Taufe getauft werden und wie bin ich bedrängt, bis sie vollzogen...

Tagesimpuls
Oct 22, 20263 min read

9 Woche im Jahreskreis Donnerstag

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 12, 49–53

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!
Ich muss mit einer Taufe getauft werden und wie bin ich bedrängt, bis sie vollzogen ist.
Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu bringen?Nein, sage ich euch, sondern Spaltung.
Denn von nun an werden fünf Menschen im gleichen Haus in Zwietracht leben: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei; der Vater wird gegen den Sohn stehen und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.

Tagesimpuls

Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu bringen? (Lk 12,51)

„Friede auf Erden!“, das verkündeten die Engel bei der Geburt Jesu. „Friede sei mit euch!“, so grüßt Jesus die Jünger nach der Auferstehung. Jesus ist der Friedensbringer, ja er ist sogar der einzige Friedensbringer. Aber wenn der Friedensbringer zu uns auf die Erde kommt, dann reagieren die Menschen nicht alle mit Frieden, dann reagieren sie sogar aggressiv.

Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu bringen?

Ein harmloses Beispiel ist die Nachbarin eines Mannes, der begonnen hat regelmäßig und häufig zur Messe zu gehen. Sie fragte ihn: „Muss ich mir jetzt um dich Sorgen machen?“ Wer den Glauben an Jesus ernst nimmt, den verdächtigt man, dass er einer Gehirnwäsche oder etwas ähnlichem unterzogen wurde. Ein anderes Beispiel ist von einem Pastor, der die christliche Gemeinschaft ernst nimmt und sich bei jemandem erkundigt, der schon lange nicht mehr im Gottesdienst gewesen ist, wie es ihm gehe. Dem wurde unterstellt, das wäre wie bei einer Sekte, wo die Menschen keine Freiheit mehr hätten. Aber wahrscheinlich kennt jeder von uns genug Beispiele, wie die allerbeste Botschaft der Welt nicht auf Verständnis, sondern auf Ablehnung und vielleicht sogar auf Hass stößt.

Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu bringen?

Und das kommt sogar in der eigenen Familie vor. Jesus sagt uns damit nichts Neues, denn viele von uns erleben es sowieso. Aber es ist doch gut, dass Jesus es uns sagt. Wir verstehen dann, dass es normal ist, dass es nichts Ungewöhnliches ist, wenn es geschieht. Wir müssen eben durch diesen Widerstand hindurchgehen. Wenn der Widerstand nicht käme, würden wir auch nichts verändern. Es ist wie wenn ein langer Zug anfährt. Am Anfang ruckelt es immer, aber danach läuft es. Dieses „Ruckeln“ müssen wir hinnehmen, wir dürfen nicht versuchen, es zu vermeiden.

Gebet:

Jesus, ich danke dir von ganzem Herzen, dass du uns den Frieden bringst. Aber wir müssen wie du und mit dir durch das Kreuz gehen. Das Kreuz, das sind unsere menschlichen Widerstände. Bitte hilf uns, dass wir dadurch nicht entmutigt werden, sondern daran glauben, dass wir auf dem richtigem Weg zum Frieden sind.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org

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