Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich. (Lk 13,12)
30 Woche im Jahreskreis Montag Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas Lk 13, 10–17 In jener Zeit lehrte Jesus am Sabbat in einer Synagoge. Und siehe, da war eine Frau, die seit achtzehn Jahren krank war, weil sie von einem Geist geplagt wurde; sie war ganz verkrümmt und konnte nicht mehr aufrecht gehen. Als Jesus...
0 Woche im Jahreskreis Montag
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 13, 10–17
In jener Zeit lehrte Jesus am Sabbat in einer Synagoge.
Und siehe, da war eine Frau, die seit achtzehn Jahren krank war, weil sie von einem Geist geplagt wurde; sie war ganz verkrümmt und konnte nicht mehr aufrecht gehen.
Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sagte: Frau, du bist von deinem Leiden erlöst.
Und er legte ihr die Hände auf. Im gleichen Augenblick richtete sie sich auf und pries Gott.
Der Synagogenvorsteher aber war empört darüber, dass Jesus am Sabbat heilte, und sagte zu den Leuten: Sechs Tage sind zum Arbeiten da. Kommt also an diesen Tagen und lasst euch heilen, nicht am Sabbat!
Der Herr erwiderte ihm: Ihr Heuchler! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke?
Diese Frau aber, die eine Tochter Abrahams ist und die der Satan schon seit achtzehn Jahren gefesselt hielt, sollte am Sabbat nicht davon befreit werden dürfen?
Durch diese Worte wurden alle seine Gegner beschämt; das ganze Volk aber freute sich über all die großen Taten, die er vollbrachte.
Tagesimpuls
Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich. (Lk 13,12)
Jesus sieht uns, wie wir leiden. Er will uns zu sich rufen. Das tut er heute vor allem durch konkrete Menschen, die uns einladen, zu Jesus zu kommen. Wenn wir leiden, dann sollen wir zu Jesus kommen. Hier wird auch geschildert, dass das Leiden zwei Dimensionen hat, eine körperliche und eine bösgeistige. Heute übersehen wir meist die geistige Dimension. Das ist auch Grund, warum wir so wenig beten. Aber ohne Jesus können die Geister, die uns quälen, nicht verschwinden.
Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich.
Es ist wo wichtig, dass wir auch zu Jesus kommen, wenn er uns ruft. Viele wollen das nicht, oder sie wollen es sich bequem machen. Was wäre, wenn die kranke Frau auf ihrem Stuhl sitzen geblieben wäre? Wenn sie gedacht hätte: „Ich kann auch von hier aus zu Gott beten?“ Sie wäre nicht geheilt worden. Wir müssen uns aufmachen zu Jesus. Es muss mehr sein als nur ein Gedanke an Jesus, als nur ein Gebet in Gedanken. Es ist zwar richtig, dass Jesus sich schon über die kleinste Gedankenregung freut und sie belohnt. Aber hier will Jesus etwas Gewaltiges schenken. Und wenn wir das empfangen wollen, müssen wir uns auf den Weg machen zu ihm.
Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich.
Jesus spricht und er macht eine Geste. Auch hier sehen wir die geistige und die körperliche Dimension. So soll unser Gebet sein. Wir beten mit Worten und mit Gesten. Gestern Abend z.B. wurden wir eingeladen zur eucharistischen Anbetung. Ich hätte zu mir selbst sagen können, dass ich in meinem Zimmer auch beten kann. Aber ich wollte zu Jesus gehen, es zog mich zu ihm hin. Das ist Beten mit der Seele und mit dem Körper. Jesus will uns ganzheitlich begegnen.
Gebet:
Jesus, sprich zu mir das Wort, das mich heilt. Jesus berühre mich seelisch und leiblich. Ich will es mir nicht bequem machen. Ich will zu dir kommen! Hilf mir, dass ich alle Widerstände überwinden kann, die mich von dir abhalten!
Pastor Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
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Telefon 02456 – 3627
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