In jener Zeit kamen einige Pharisäer zu Jesus und sagten zu ihm: Geh weg, zieh fort von hier, denn Herodes will dich töten. (Lk 13,31)
30 Woche im Jahreskreis Donnerstag Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas Lk 13, 31–35 In jener Zeit kamen einige Pharisäer zu Jesus und sagten zu ihm: Geh weg, zieh fort von hier, denn Herodes will dich töten. Er antwortete ihnen: Geht und sagt diesem Fuchs: Siehe, ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilungen, heute und...
0 Woche im Jahreskreis Donnerstag
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 13, 31–35
In jener Zeit kamen einige Pharisäer zu Jesus und sagten zu ihm: Geh weg, zieh fort von hier, denn Herodes will dich töten.
Er antwortete ihnen: Geht und sagt diesem Fuchs: Siehe, ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilungen, heute und morgen, und am dritten Tag werde ich vollendet.
Doch heute und morgen und am folgenden Tag muss ich weiterwandern; denn ein Prophet darf nicht außerhalb Jerusalems umkommen.
Jerusalem, Jerusalem, du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind. Wie oft wollte ich deine Kinder sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt; aber ihr habt nicht gewollt.
Siehe, euer Haus wird euch selbst überlassen. Ich sage euch: Ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis die Zeit kommt, in der ihr ruft: Gepriesen sei er, der kommt im Namen des Herrn!
Tagesimpuls
In jener Zeit kamen einige Pharisäer zu Jesus und sagten zu ihm: Geh weg, zieh fort von hier, denn Herodes will dich töten. (Lk 13,31)
An einigen Bibelstellen sieht man, dass es bei allen Diskussionen doch eine gewisse Sympathie oder Nähe zwischen Jesus und den Pharisäern gab. Hier möchten einige Pharisäer Jesus warnen und schützen. Der berühmteste der Sympathisanten ist Nikodemus, der heimlich an Jesus glaubte, sich aber nicht zu ihm bekennen konnte.
In jener Zeit kamen einige Pharisäer zu Jesus und sagten zu ihm: Geh weg, zieh fort von hier, denn Herodes will dich töten.
Vor kurzem kamen wir in ein Gespräch darüber, dass es viele Christen gibt, die eigentlich offen sind für Jesus, aber doch nie an tiefer spirituellen Angeboten teilnehmen. Dabei kamen wir auf die negative Rolle der Kultur, die sie daran hindert. Die Kultur kann die Glaubenspraxis fördern, sie kann aber auch eines der Haupthindernisse sein. Bei der Erstkommunionfeier z.B. fördert die Kultur eine gewisse Glaubenspraxis. Aber wenn es um spirituelle Angebote geht, die eine tiefere persönliche Beziehung zu Jesus fördern, dann ist die Kultur wie gesagt ein Hindernis. Die Menschen sagen: „Da geht man nicht hin, das ist komisch, fanatisch usw.“ Wir kennen es alle zur Genüge.
In jener Zeit kamen einige Pharisäer zu Jesus und sagten zu ihm: Geh weg, zieh fort von hier, denn Herodes will dich töten.
In diesem Zusammenhang kamen wir auf Nikodemus und vielleicht manch anderen Pharisäer, die in ihrem Herzen offen wären, aber durch die Kultur, d.h. durch die Gesellschaft an einer echten Nachfolge Jesu gehindert werden. Was für diese Erklärung spricht, ist die Tatsache, dass Menschen, wenn sie aus ihrer Kultur herausgenommen sind, ohne weiteres an derartigen Angeboten teilnehmen. Dafür habe ich viele Beispiele. Ein junger Mann würde niemals in die Kirche gehen, aber in Taizé, wo so viele Gleichaltrige in der Kirche beten, fühlt er sich wohl. Jemand, der im Dorf lebt, kommt aus der Kur zurück und erzählt mir begeistert, dass es dort einen Gebetskreis gab, wo ein Pastoralreferent mit der Gitarre moderne geistliche Lieder spielte. Er zeigte mir sogar das Liederbuch, das er mitgebracht hatte und sagte, dass wir so etwas bei uns auch machen sollten. Daraufhin erklärte ich ihm, dass wir das gleiche bei uns auch machen und viel dafür werben. Er ist aber doch nie zu uns gekommen. Andere erzählen von spirituellen Erlebnissen aus dem Urlaub, aber zuhause machen sie nur das, was in der Gesellschaft üblich ist.
In jener Zeit kamen einige Pharisäer zu Jesus und sagten zu ihm: Geh weg, zieh fort von hier, denn Herodes will dich töten.
In diesem Gespräch wurde mir bewusst, dass wir die Rolle der Kultur nicht unterschätzen dürfen. Da nützen die besten Angebote nichts. Die Menschen machen nur das, was in ihrer Kultur üblich ist. Das war bei den Pharisäern so, und das ist heute genauso. Es geht nicht darum, ob jemand erkennt, dass Jesus die Wahrheit ist. Es geht darum, ob jemand sich traut, seine Überzeugung zu leben und gegen den Strom zu schwimmen.
Gebet:
Jesus, wir müssen für unsere Dörfer, Städte und Gemeinschaften beten. Wir müssen dafür beten, dass Festungen zerstört werden, damit die Menschen die Freiheit finden, dir nachzufolgen. Bitte zeige uns, was wir tun können, um eine neue geistliche Kultur zu prägen.
Pastor Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel
Telefon 02456 – 3627
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