Barmen
Daniela ist für einige Zeit in Wuppertal und daher schauen wir uns an den Wochenenden jetzt die Gegend dort genauer an. Angefangen haben wir mit Barmen mit dem Toelleturm. Er wurde 1887 vom Barmer Verschönerungsverein gebaut und bietet eine großartige Aussicht auf die Umgebung. Jedenfalls am Wochenende, denn dann kommt um 12:00 Uhr ein Mitglied...
aniela ist für einige Zeit in Wuppertal und daher schauen wir uns an den Wochenenden jetzt die Gegend dort genauer an. Angefangen haben wir mit Barmen mit dem Toelleturm. Er wurde 1887 vom Barmer Verschönerungsverein gebaut und bietet eine großartige Aussicht auf die Umgebung. Jedenfalls am Wochenende, denn dann kommt um 12:00 Uhr ein Mitglied des Verschönerungsvereins, öffnet die Türen und lässt die Besucher hinein. Das ist kostenlos, aber eine Spende wird gerne gesehen. Da wir die Idee von Verschönerungsvereinen ziemlich prima finden (jeder Ort sollte einen haben), fütterten wir das Sparschwein am Eingang.
Nur 300 Meter vom Toelleturm entfernt liegt der Vorwerkpark, für den wir uns leider zu wenig Zeit mitgebracht hatten. So blieb es bei ein paar Impressionen. In dem Park ist mir dann auch so richtig klar geworden, warum das Bergische Land so heißt, wie es heißt: es geht gefühlt immer entweder rauf oder runter. Und das auch gerne mal steil.
Ich habe zwar gerade geschrieben, dass wir etwas wenig Zeit für den Park mitgebracht hatten, aber so ganz stimmt das nicht. Eigentlich war der Grund, dass wir uns mit der Zeit verschätzt hatten und Hunger bekamen. Daher verließen wir den Park früher und fuhren zum Pumpenhaus im Herbringhauser Bachtal.
Heute ist das eine Wochenendgastronomie für Wanderer am Rande eines Naturschutzgebiets. Früher war wirklich ein Pumpenhaus und pumpte Wasser zurück in die untere Herbringhauser Talsperre, die als Ergänzung zur oberen Herbringhauser Talsperre gebaut worden war und Wuppertal mit Trinkwasser versorgte. Die obere Talsperre existiert noch, aber die untere wurde nicht mehr gebraucht, war baufällig und wurde 2005 eingerissen. Jetzt, nach 20 Jahren, ist es ein grünes Paradies.
Nachdem wir uns gestärkt hatten, gingen wir in Richtung der oberen Talsperre und es wurde schnell ruhig. Außer den Geräuschen der Natur war da nur Stille. Und um uns herum nur Grün. Ich empfand es als sehr erholsam. Passend dazu las ich abends noch was über den beruhigenden und den Geist klärenden Effekt von Stille.
Zum Abschluss kehrten wir noch einmal ins Pumpenhaus zurück. Wir hatten die Waffeln mit Kirschen und Milchreis noch nicht ausprobiert.
Sie sind sehr gut.
Mein Bild von Wuppertal ändert sich gerade; unsere Besuche in der Vergangenheit beschränkten sich im Wesentlichen auf die Innenstadt. Die ist auch sehenswert, nicht nur wegen der Schwebebahn. Aber erst jetzt wird mir klar, wie viel Natur es hier gibt.
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