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Murals

Das UKW (Urbaner Kunstraum Wuppertal) hat zwischen 2023 und 2025 eine Sammlung entstehen lassen, bei der 30 Künstler insgesamt 34 Murals geschaffen haben, die über das gesamte Stadtgebiet verstreut sind und so Wuppertal etwas ganz Besonderes geben. Drei davon, die nah beieinander liegen, schauten wir uns heute an. BETWEEN CHAOS AND CARE FREEDOM AND BALANCE...

@scaldra.net
Oct 17, 20262 min read

as UKW (Urbaner Kunstraum Wuppertal) hat zwischen 2023 und 2025 eine Sammlung entstehen lassen, bei der 30 Künstler insgesamt 34 Murals geschaffen haben, die über das gesamte Stadtgebiet verstreut sind und so Wuppertal etwas ganz Besonderes geben.

Drei davon, die nah beieinander liegen, schauten wir uns heute an.

BETWEEN CHAOS AND CARE FREEDOM AND BALANCE GRAPHIC GATE

BETWEEN CHAOS AND CARE und FREEDOM AND BALANCE von Guido Palmadessa gehören zusammen und sind genauso wie GRAPHIC GATE von Astro durch Gespräche und Anregungen mit den Menschen vor Ort entstanden.

Insgesamt bin ich erstaunt und begeistert über die Fülle von Kunst und Kultur im öffentlichen Raum in Wuppertal. Das beginnt weit in der Vergangenheit bei den Verschönerungsvereinen und wird in gänzlich anderer Form durch das UKW und die dadurch entstehende Kunst im Stadtbild fortgeführt.

Durch eine Kleinigkeit bei GRAPHIC GATE wurde mir bewusst, dass Murals als öffentliche Kunst noch stärker in unserer alltäglichen Realität verankert sind als andere Kunstformen: der Parkscheinautomat, der direkt vor dem Mural steht. Bei einer Skulptur, nur mal so als Beispiel, würde so etwas nicht geschehen, denn sie ist eine bewusste bauliche Maßnahme im Stadtbild. Da würde niemand einen profanen Automaten danebenstellen. Die Hauswände der Murals dagegen sind einfach Bestandteil der Stadt. Sie bekommen zwar durch die Kunst eine besondere Rolle, eine gewisse Aura, bleiben aber trotzdem mitten in der alltäglichen Realität.

Und je mehr sich die Kunst in den Innenbereich verlagert, umso mehr scheint sie sich aus dem Alltag zu entfernen. Auf einem Parkplatz kann ich hochschauen und habe einfach mal so Zugang zu einem Stück Kunst. In ein Museum dagegen muss man bewusst gehen. Andererseits sind wir heute bewusst zu den Murals gegangen. Hier beginnen die Sphären, sich zu überlagern. Vielleicht montiert ja mal jemand Kleiderhaken neben die Mona Lisa. Dann wäre der Kreis endgültig geschlossen. Na ja, Kleiderhaken und Getränkeautomaten (mal so als Beispiel) haben wirklich nichts in Ausstellungsräumen zu suchen. Da will ich ja gerade den ablenkungsfreien Zugang zur Kunst. Aber umgekehrt wäre es auch schön, wenn unser Alltag von mehr Kunst durchdrungen und bereichert werden würde.

Dank der Erfahrungen in Wuppertal habe ich jetzt das Gefühl, dass das vielleicht sogar mehr der Fall ist, als ich bisher dachte. Und dass ich nur nicht genau hingeschaut habe.

Ich werde diesem Gefühl nachgehen.

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