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am publikum vorbei

google liebt blogger noch immer, wenn sie rezepte posten.

ix
Jun 12, 20262 min read3 reads
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ich schreibe gerne am publikum vorbei. also nicht absichtlich, sondern weil ich mich selten frage, was könnte lesende interessieren und lieber genau das schreibe was mich gerade fasziniert, interessiert oder beschäftigt. ich teile gerne und hoffe damit im besten fall andere anzuregen oder dass sie neue perspektiven finden. gelegentlich andere auf neue ideen zu bringen oder ein kleines stück zu bewegen, zähle ich als erfolgserlebnis. das ist nicht messbar, aber gelegentlich bekomme ich es doch mit und freue mich.

es betrübt mich aber andererseits auch nicht, wenn sich ausser mir niemand für das grossartige standard.site-format interessiert oder wie ich kurzurls oder weiterleitungen baue. da überwiegt viel mehr die selbstbefriedigung durch neufeatureritis und neugierbefriedigung.

gelegentlich scheint es aber doch überschneidungen zwischen den interessen des publikums und mir zu geben, sagen mir zumindest meine besucherzahlen. dieses rezept hat in den letzten 6 monaten über 3000 lesende gezählt. wer nach spitzkohl und airfryer googelt, findet es ganz oben im suchergebnis. wenn man davon ausgeht, dass google einigermassen weiss wonach menschen suchen, dann sieht es so aus als ob sich menschen (laut google) ausschliesslich für rezepte von mir interessieren. ich habe ungefähr 40 rezepte und fast alle tauchen mit bestimmten wortkombinationen ganz weit vorne bei google auf.

  • gurkensticks
  • gurkensalat mälzer
  • spitzkohl airfryer
  • melonensalat ottolenghi
  • sti­cky tof­fee fallow
  • rotkohl fallow
  • schwarzbrot sonnenblumenkerne
  • schwarzbrot plötzblog
  • röstzwiebel spaghetti
  • schneller brokkoli do­mi­ni­que woolf
  • schneller brokkoli oliver
  • bul­gur pi­law ot­to­lenghi
  • bul­gur pi­law
  • ro­sen­kohl-ri­sot­to nach ot­to­lenghi
  • rosenkohl-risotto ottolenghi

gerade gestern habe ich wieder irgendwo gelesen, dass die grässlichen langen texte die man bei fast allen internet-rezepten findet, eine suchmaschinenoptimierung sind. glaub ich nicht, aber was google offenbar sehr liebt, sind rezepte die mit json-ld und schema.org angereichert sind.

auch wenn das publikum und google mich nach mehr rezepten fragt: mach ich nicht. ich schreib weiter über langweiligen technik kram und die obskuren dinge, für die ich mich gerade zufällig interessiere, logge meinen medienkonsum, den niemand wissen will und produziere hintergrundrauschen, das niemand sieht.

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