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Presseartikel, Videos und Radiobeiträge zu Berliner kulturpolitischen Themen.

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Jüdische Kulturtage sagen Ausstellung ab – Kulturverwaltung widerspricht
Oct 9, 2026
Die Jüdischen Kulturtage müssen ihre Hauptausstellung absagen. Darüber, wie es dazu kam, gibt es unterschiedliche Darstellungen. Die Jüdische Gemeinde wisse bereits seit Juli Bescheid, so eine Sprecherin zur Morgenpost. Und die Jüdischen Kulturtage würden auch 2026 „wie in jedem Jahr mit 290.650 Euro“ gefördert. Die Förderung mit zusätzlichen Mitteln sei von einer fünfköpfigen Jury auch aus formalem Grund abgelehnt worden: Das Streetfoodfestival 2027 liege außerhalb des Förderzeitraums. „Eine Förderung war schlicht nicht möglich.“
Berliner Morgenpost
Kostenlose Kunst an spektakulären Orten: Berlins Kommunale Galerien laden ein
Oct 8, 2026
Bärenzwinger, Klohäuschen, Schloss: Berlins Kommunale Galerien zeigen Kunst an ungewöhnlichen Orten, alle Angebote sind kostenlos. „Das Netz der Kommunalen Galerien ist über die ganze Stadt verteilt, und alle stehen immer mit einem Bein im Bezirk und mit dem anderen in der Welt“, sagt Karin Scheel. Sie ist Sprecherin der Kommunalen Galerien und leitet die Kommunale Galerie im Schloss Biesdorf.
ZEIT online
Kampf gegen Antisemitismus ausgebremst
Oct 8, 2026
In diesem Jahr wird nur ein Bruchteil der 8 Millionen Euro für den Kampf gegen Antisemitismus ausgegeben. Das ist eine Folge der CDU-Fördermittelaffäre. Doch die Entsperrungsvorlage aus der Verwaltung blieb von der Regierungsmehrheit im Hauptausschuss monatelang unbearbeitet. Warum? Erneut hatten Abgeordnete der Koalition eigene Vorstellungen, wofür die Gelder verwendet werden sollten – und wollten der Jury nicht freie Hand lassen.
TAZ
Senat lässt im Kampf gegen Antisemitismus erneut Millionen liegen
Oct 7, 2026
Senat lässt im Kampf gegen Antisemitismus erneut Millionen liegen Es wäre das dritte Jahr in Folge, dass ein großer Teil der Mittel für zur Antisemitismus-Bekämpfung, die CDU und SPD seit dem Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 bereitstellen, nicht ausgegeben wird. 2024 tat sich die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zunächst schwer damit, Vergabeverfahren zu etablieren.
rbb24
Zentralbibliothek am Alexanderplatz: Wie sinnvoll wäre der Standort für die ZLB?
Oct 7, 2026
Am Galeria-Kaufhaus wird ein riesiges Wandbild eingeweiht, das zeigt, wie die Bibliothek dort aussehen könnte. Es ist eine verlockende Perspektive. Ein Thema wird jede künftige Berliner Regierung wieder auf dem Tisch haben, und zwar schnell: die Zukunft der Zentral- und Landesbibliothek. Sie ist mit Abstand die bedeutendste Berliner Breitenbildungseinrichtung: fast 440.000 Ausweise, 1,3 Millionen Nutzungen im Jahr, auch in „bildungsfernen“ Schichten erfolgreich.
***Paywall***Tagesspiegel
Mittel gegen Antisemitismus in Millionenhöhe bleiben liegen
Oct 7, 2026
Vor allem wegen der Nachwirkungen der »Fördergeldaffäre« konnten viele Gelder nicht mehr abgerufen werden. Projekte wurden aber auch strenger geprüft »Wir waren einfach zu spät im Jahr, um bis Ende des Jahres das Geld vernünftig auszugeben. Die vom Hauptausschuss verhängte Haushaltssperre hat uns sehr enge Fesseln angelegt, wobei wir nach der Entsperrung Mitte Mai sehr schnell gearbeitet haben.« Die Fachjury habe schnell und professionell gearbeitet. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre sei es aber wichtig, sich die Anträge genau anzusehen. »Qualität und Rechtssicherheit müssen immer Vorrang haben«, so Straßmeir.
jüdische Allgemeine
Wie die Grünen den Buchhandel vor Kulturstaatsminister Weimer abschirmen wollen
Oct 6, 2026
Die Grünen wollen die Vergabe des Deutschen Buchhandlungspreises und Verlagspreises neu organisieren. Mögliche Eingriffe von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und dem Verfassungsschutz sollen mit einem neuen Gesetz nicht mehr möglich sein. Begründet wird der Vorstoß in dem Papier so: Es sei notwendig, die bisherige politische Unterstützung »vom Kopf auf die Füße zu stellen und zu einem Schwerpunkt der Kulturpolitik zu machen«. Die Praxis der Preisverleihungen müsse ersetzt werden durch »ein objektives, transparentes und kriteriengeleitetes System«.
Spiegel online
Verflacht jetzt auch der Deutschlandfunk?
Oct 6, 2026
Kulturprogramme verschwinden, Sender kooperieren, Redaktionen werden kleiner. Nun verändert auch die letzte Bastion des Kulturauftrags ihren Kurs. Ein internes »Stylebook« des Deutschlandfunks zeigt, wohin die Reise geht: breiter, zugänglicher, gesellschaftlicher. Was als Öffnung gedacht ist, könnte zu einer massiven Verflachung führen – und zum Verlust von Expertise und Vielfalt. Für Kulturjournalistinnen und Kulturjournalisten werden die Räume im öffentlich-rechtlichen Radio immer kleiner: Programme werden eingestellt, Sendungen verschwinden, unterschiedliche Sender teilen sich die gleichen Inhalte. Besonders deutlich zeigt sich das in der klassischen Musik. Im Sender-Jargon hört sich das dann so an: »Kooperation«, »Synergie«, »Digitalisierung« oder »Öffnung«.
Backstage Classical
Kein Mensch hat das Recht, zu gehorchen
Oct 6, 2026
Wie ist Widerstand möglich, wenn eine rechtsextreme Regierung die Menschenwürde angreift? Staatsdiener können das Beamtenrecht effizient nutzen. Ansonsten gilt: Die Verteidigung von Verfassung und Anstand können wir nicht den anderen überlassen. Wenn etwa eine rechtsextreme Landesregierung „durchregieren“ will und gegen Menschen mit Migrationsgeschichte Maßnahmen anordnet, die Artikel 3 des Grundgesetzes widersprechen: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“ Gäbe es einen Befehlsnotstand?
Deutschlandfunk Kultur
Julia Stoschek verkündet endgültige Schließung ihres Ausstellungshauses in Berlin
Oct 6, 2026
Die Stoschek Foundation verlässt nach zehn Jahren ihren international renommierten Standort Leipziger Straße und will von Düsseldorf aus das internationale Geschäft stärken. Zehn Jahre lang war das Berliner Ausstellungshaus im ehemaligen Tschechischen Kulturzentrum der wohl renommierteste Berliner Ort für zeitbasierte Medienkunst und zog 450.000 Besucher an.
Berliner Zeitung
Fünf Millionen Euro bleiben liegen: Berliner Senat gibt Gelder gegen Antisemitismus erneut nicht vollständig aus
Oct 5, 2026
Zum dritten Mal in Folge werden die nach dem 7. Oktober 2023 im Landeshaushalt bereitgestellten Gelder nur teilweise verwendet. Viele Projekte wurden abgelehnt – darunter altbekannte. Mehrere Projekte, die im vergangenen Jahr unter Verletzung von Haushaltsrecht Gelder erhalten hatten, gingen dieses Mal leer aus. Prominentestes Beispiel ist das Zera-Institut, das genau wie im Vorjahr 390.000 Euro für einen „Kultur-Think-Tank gegen Antisemitismus“ beantragt hatte. Auch das Zera-Projekt „Antisemitismus verstehen: Bildung, Medien und digitale Prävention“ wurde von der Jury abgelehnt.
***Paywall***Tagesspiegel
Folge der Berliner Fördergeldaffäre: Warum auch dieses Jahr Millionen Euro gegen Judenhass liegenbleiben
Oct 5, 2026
von acht Millionen Euro gegen Antisemitismus zahlt die Kulturverwaltung nur rund drei Millionen aus. Im Kurzinterview erklärt der zuständige Staatssekretär, woran das liegt. Herr Straßmeir, auch in diesem Jahr bleiben in der Berliner Kulturverwaltung Millionen gegen Judenhass liegen. Warum? Wir waren einfach zu spät im Jahr, um bis Ende des Jahres das Geld vernünftig auszugeben. Die vom Hauptausschuss verhängte Haushaltssperre (Ursache war die CDU-Fördergeldaffäre, Anm. d. Red.) hat uns sehr enge Fesseln angelegt, wobei wir nach der Entsperrung Mitte Mai sehr schnell gearbeitet haben.
***Paywall***Tagesspiegel